Nach einem Jahr voller Rückschläge sieht
die Deutsche Börse
Im ersten Quartal 2013 trat das Unternehmen auf der Stelle - trotz des Booms an den Aktienmärkten. Überschuss und Umsatz fielen geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2012 war der Überschuss binnen Jahresfrist um ein Viertel auf 645 Millionen Euro eingebrochen, die Erlöse sackten um 9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ab. Als Konsequenz läutete die Deutsche Börse eine neue Sparrunde ein: 250 von 3700 Stellen im Konzern sind gefährdet.
Der Sparkurs verschaffe dem Frankfurter Marktbetreiber Luft für
Investitionen, erklärte Francioni den Aktionären. "Wir sehen uns in
einer sehr guten Position, von dem veränderten Marktumfeld zu
profitieren." Von weiteren Fusionen will das Management nach dem von
Brüssel verhinderten Zusammengehen mit der NYSE Euronext
Manchen Aktionärsvertretern ist das zu wenig: Man frage sich, ob Francioni sich nur ein weiteres Scheitern bei Fusionen ersparen wolle, sagte der Rechtsanwalt Andreas M. Lang, der die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) vertrat. "Statt aus eigener Kraft zu wachsen, scheint unser Unternehmen eher aus eigener Kraft zu schrumpfen. Von daher hege ich ernsthafte Zweifel an der Strategie unseres Unternehmens." Lang verwies darauf, dass sich etliche internationale Konkurrenten der Deutsche Börse AG in jüngster Zeit erfolgreich mittels Fusionen gestärkt hatten./ben/DP/kja
ISIN DE0008469008 DE0005810055 US6294911010
AXC0249 2013-05-15/13:12
