Der britische Celesio
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 4,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Pfund. Der Umsatz ging hingegen um 2,6 Prozent auf 22,4 Milliarden Pfund zurück. Das Unternehmen führte dies vor allem auf ungünstige Wechselkurse wie etwa einem schwächeren Euro zurück. Während Alliance Boots im Großhandel vor allem in Frankreich, Deutschland und Spanien deutliche Rückgänge verzeichnete, setzte das Unternehmen vor allem in Ägypten mehr um.
Ende 2010 hatte Alliance Boots den deutschen Pharmagroßhändler Anzag, jetzt Alliance Healthcare Deutschland, übernommen. Die Deutschland-Tochter trug knapp 3,4 Milliarden Pfund zu den Jahreserlösen bei. Größter Anteilseigner von Alliance Boots ist seit vergangenem Jahr die größte US-Drogeriekette Walgreens. Die Amerikaner können 2015 den restlichen Anteil erwerben. Unternehmenschef Pessina ist im Gegenzug größter Aktionär bei Walgreens.
Die deutschen Wettbewerber Celesio und Phoenix legten bereits ihre Gesamtjahreszahlen vor. Celesio war im vergangenen Jahr vor allem wegen Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht. Im ersten Quartal wiesen die Stuttgarter zwar wieder einen Gewinn aus, bekamen aber die verschärfte Rabattschlacht im Heimatmarkt zu spüren. Phoenix, Deutschlands größter Pharmagroßhändler aus Mannheim, musste im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Abschreibungen einen drastischen Gewinnrückgang hinnehmen./mne/stk
ISIN DE000CLS1001
AXC0321 2013-05-15/15:24
