Zürich (ots) - Das Thurgauer Bahnunternehmen Stadler Rail hat bei
der Ausschreibung eines Milliardenauftrags in Südafrika gegen den
französischen Konzern Alstom den Kürzeren gezogen. Doch Inhaber Peter
Spuhler hat gemäss Recherchen der «Handelszeitung» gegen die
Niederlage geklagt, den Rekurs aber zurückgezogen.
Stadler-Rail-Sprecher Tim Büchele bestätigt: «Wir haben auf
gerichtlichem Weg Akteneinsicht verlangt.» Die Schweizer sind vor
vier Wochen vor ein Gericht in Johannesburg gezogen, um den Entscheid
anzufechten. «Diese Woche aber haben wir unseren Rekurs
zurückgezogen», sagt Büchele. Über die Gründe dafür schweigt er sich
aus. Was die erfolglose Bewerbung gekostet hat, will Büchele
ebenfalls nicht sagen. Gemäss Kennern der Verhältnisse hätte Stadler
ohnehin kaum Aussichten auf Erfolg gehabt. Das Unternehmen soll in
erster Linie mit dem schlechten Ruf der siegreichen Alstom
argumentiert haben. Tatsächlich war und ist der französische Konzern
in diversen Ländern in Ermittlungen wegen Bestechung verwickelt. Aus
Südafrika aber sind solche Vorwürfe nicht bekannt. Auch Prasa selbst
ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Gegen deren Chef jedenfalls
läuft derzeit eine Untersuchung wegen Günstlingswirtschaft. Ein
Erfolg in Südafrika hätte die Auslastungsprobleme von Stadler Rail
auf einen Schlag gelöst. Für rund 5,4 Milliarden Franken erneuert
Südafrika in den kommenden Jahren die veralteten S-Bahn-Züge in
seinen grossen Städten. Der Auftrag ist einer der weltweit grössten
Rollmaterial-Bestellungen. Peter Spuhlers Stadler Rail bewarb sich um
den grossen Jackpot im Verbund mit ABB Südafrika und einem lokalen
Partner. Das Konsortium namens Dudula hatte versprochen, in Südafrika
bis zu 1500 Jobs in einer lokalen Fabrik zu schaffen und mit rund 40
südafrikanischen Zulieferern zu arbeiten.
Originaltext: Handelszeitung
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100009535
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der Ausschreibung eines Milliardenauftrags in Südafrika gegen den
französischen Konzern Alstom den Kürzeren gezogen. Doch Inhaber Peter
Spuhler hat gemäss Recherchen der «Handelszeitung» gegen die
Niederlage geklagt, den Rekurs aber zurückgezogen.
Stadler-Rail-Sprecher Tim Büchele bestätigt: «Wir haben auf
gerichtlichem Weg Akteneinsicht verlangt.» Die Schweizer sind vor
vier Wochen vor ein Gericht in Johannesburg gezogen, um den Entscheid
anzufechten. «Diese Woche aber haben wir unseren Rekurs
zurückgezogen», sagt Büchele. Über die Gründe dafür schweigt er sich
aus. Was die erfolglose Bewerbung gekostet hat, will Büchele
ebenfalls nicht sagen. Gemäss Kennern der Verhältnisse hätte Stadler
ohnehin kaum Aussichten auf Erfolg gehabt. Das Unternehmen soll in
erster Linie mit dem schlechten Ruf der siegreichen Alstom
argumentiert haben. Tatsächlich war und ist der französische Konzern
in diversen Ländern in Ermittlungen wegen Bestechung verwickelt. Aus
Südafrika aber sind solche Vorwürfe nicht bekannt. Auch Prasa selbst
ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Gegen deren Chef jedenfalls
läuft derzeit eine Untersuchung wegen Günstlingswirtschaft. Ein
Erfolg in Südafrika hätte die Auslastungsprobleme von Stadler Rail
auf einen Schlag gelöst. Für rund 5,4 Milliarden Franken erneuert
Südafrika in den kommenden Jahren die veralteten S-Bahn-Züge in
seinen grossen Städten. Der Auftrag ist einer der weltweit grössten
Rollmaterial-Bestellungen. Peter Spuhlers Stadler Rail bewarb sich um
den grossen Jackpot im Verbund mit ABB Südafrika und einem lokalen
Partner. Das Konsortium namens Dudula hatte versprochen, in Südafrika
bis zu 1500 Jobs in einer lokalen Fabrik zu schaffen und mit rund 40
südafrikanischen Zulieferern zu arbeiten.
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