Von Andy Pasztor und Jon Ostrower
Der Flugzeugbauer Boeing muss sich mit neuen Problemen herumschlagen. Beim Langstreckenflieger des Typs 777 kommt es offenbar zu Problemen mit den Triebwerken, wie Boeing und Triebwerkshersteller General Electric (GE) mitteilten.
GE baut die Triebwerke für die Boeing-Flugzeuge. Mehr als 70 Maschinen des Typs sind betroffen. Durch den Defekt könnte es zu einem Triebwerkausfall kommen, dies stellt insbesondere bei Langstreckenflügen ein Sicherheitsproblem dar.
Die Airlines müssen nun mindestens ein von zwei Verteilergetriebe austauschen. Dieses Teil ist in 26 der in Betrieb befindlichen Flugzeugen eingebaut. Weitere 34 Flugzeuge hätten das defekte Teil am Triebwerk verbaut. Boeing und GE informierten die Fluggesellschaften mit einem Servicebulletin über die Probleme. Üblicherweise leisten die Fluglinien den Aufforderungen innerhalb von fünf Tagen Folge.
In den Vereinigten Staaten ist nur American Airlines betroffen. Ein Sprecher der Fluglinie, die sechs neue Maschinen des Typs 777-300ER am Start hat, sagte, die Flugzeuge würden nun in New York und Dallas gewartet. Von der US-Luftfahrtbehörde gab unmittelbar keinen Kommentar.
Der Flugzeugbauer Boeing hat bislang kein gutes Jahr hinter sich. Nach Bränden der modernen Lithium-Ionen-Akkus an Bord von zwei Dreamlinern innerhalb weniger Tage war Mitte Januar die gesamte weltweite 787-Flotte vom Flugverkehr gesperrt worden. Zudem konnte Boeing keine weiteren Maschinen des Prestigemodells ausliefern, Hunderte von Millionen US-Dollar Umsatz blieben aus. Boeing hat mittlerweile unter anderem die Batterien in dem Flugzeug ummantelt, so dass sie einen höheren Feuerschutz aufweisen. Die Maschinen haben nach ihrem Umbau wieder die Startfreigabe erhalten.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/cbr/jhe
(END) Dow Jones Newswires
May 16, 2013 00:47 ET (04:47 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
