Die Aktie der Commerzbank setzt ihre Talfahrt am Donnerstag fort. In der Spitze belaufen sich die Verluste in den letzten zwei Handelstagen auf elf Prozent. Der Markt macht sich Sorgen um drohende Milliardenabschreibungen bei den Schiffskrediten. "Die 17 Milliarden Exposure, die die Commerzbank da hat, das ist natürlich ein Risikofaktor", so Equinet-Analyst Dr. Philipp Häßler.
In der internen Abwicklungseinheit der Commerzbank liegen immer noch Papiere im Volumen von 136 Milliarden Euro. Commerzbank-Chef Martin Blessing soll laut Medienberichten kürzlich bei einem Analystentreffen in London geäußert haben, dass bis Jahresende keine weiteren Verkäufe der sogenannten Non-Core-Assets (NCA) geplant seien, auch nicht bei den Schiffskrediten. Das nährt Spekulationen über weitere Abschreibungen. "In den nächsten Quartalen werden wir da weiter deutlich dreistellige Risikovorsorge-Beträge sehen", meint Analyst Häßler. "Man darf allerdings auch nicht vergessen: Ein großer Teil dieser 136 Milliarden ist jetzt kein Schrott, sondern da sind auch 20 Milliarden deutsche Staatsbonds drin, also Assets, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören, die die Commerzbank abbauen will, aber die jetzt nicht per se einen Risikofaktor darstellen." Häßlers Einschätzung der Commerzbank-Aktie erfahren Sie im Video.
Hier geht's zum Video
Hier geht's zum Video
© 2013 Der Aktionär TV
