Die niedrigen Zinsen haben den Schweizer
Versicherer Zurich
Die Aktie des Versicherers reagierte mit einem Kursrutsch auf
die Nachrichten. Am Morgen verlor das Papier an der Börse in Zürich
3,48 Prozent auf 260,90 Franken und war damit mit Abstand
Schlusslicht im Schweizer Leitindex SMI
Das allgemeine Zinstief drückte das Kapitalanlageergebnis um fünf Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar nach unten. Die Verzinsung des Anlagevermögens ging auf das Quartal gerechnet von 0,9 auf 0,8 Prozent zurück. Wenn sich die Lage im Gesamtjahr nicht bessert, könnte dies auch für 2013 auf eine deutlich geringere Rendite hinauslaufen. Im vergangenen Jahr hatten die Kapitalanlagen des Konzerns noch 4,4 Prozent abgeworfen.
Dennoch brachte die Lebensversicherungssparte mehr Gewinn ein.
Während es bei den Policen gegen Einmalbeitrag wie schon bei anderen
Versicherern einen kräftigen Einbruch gab, legten die regulären
Prämieneinnahmen und Policengebühren um neun Prozent zu. Gute
Geschäfte bei Zurich Santander, der zusammen mit der spanischen
Banco Santander
Die Schaden- und Unfallversicherungssparte bekam die Niedrigzinsen zu spüren. Zurich kann wie seine Mitbewerber die Beitragseinnahmen immer weniger durch Zinserträge aufbessern. Zudem litt die Sparte unter gestiegenen Provisionen und der Tatsache, dass sie weniger Schadenreserven auflösen konnte. Der Betriebsgewinn ging daher um sechs Prozent zurück. Die US-Tochter Farmers konnte ihren Gewinn hingegen dank besser gelaufener Geschäfte in der Rückversicherung um 14 Prozent steigern./stw/mmb/kja
ISIN CH0011075394 ES0113900J37
AXC0096 2013-05-16/10:59
