Von Heide Oberhauser-Aslan
Die Merck KGaA will mit Hilfe von externen Auftragsforschern die Effizienz in der Pharmaforschung und -entwicklung erhöhen. Das US-Unternehmen Quintiles wird künftig für Merck exklusiv alle klinischen Studien von der Phase I bis hin zur Nachbeobachtung bei Markteintritt einer Arznei planen und durchführen. Die Verantwortung für die strategische Gestaltung und Leitung des klinischen Entwicklungsprogramms soll bei Merck bleiben. Allerdings wird Quintiles an den strategischen Entscheidungsfindungsprozessen beteiligt sein, wie Merck bekannt gab. Finanzielle Details der Vereinbarung nannte Merck nicht.
Von der auf fünf Jahre ausgelegten Partnerschaft verspricht sich Merck mehr Qualität, Kosteneffizienz und Geschwindigkeit bei der Gestaltung und Durchführung von künftigen klinischen Studien. Die Pharamapipeline ist bei Merck nach wie vor dünn und benötigt dringend Nachschub an neuen Medikamenten.
Quintiles mit Sitz im US-Bundesstaat North Carolina ist der weltgrößte Anbieter von Dienstleistungen für die Entwicklung von Biopharmazeutika und kommerzielles Outsourcing. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk von über 27.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern.
2012 hatte Merck massive Einsparungen vor allem bei Pharma und einen Konzernumbau angekündigt. Ziel ist es, bei der Profitabilität wieder auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern zu kommen. Im Konzern will Merck in diesem Jahr die Kosten um weitere 165 Millionen Euro senken, nach 115 Millionen Euro im Vorjahr. Bis 2017 will das Unternehmen auf jährliche Einsparungen von 385 Millionen Euro kommen.
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May 16, 2013 05:44 ET (09:44 GMT)
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