Südwestdeutsche Salzwerke AG
Südwestdeutsche Salzwerke AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
17.05.2013 00:00
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Südwestdeutsche Salzwerke AG, ISIN DE 000 734660 3
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag gegebene Frühjahrsgutachten prognostiziert für das Jahr 2013 ein Konjunkturwachstum von 0,8 %. Führende Forschungsinstitute sprechen von einer deutlich verbesserten Stimmung in der Wirtschaft. Dies ist vor allem auf die verminderte Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft der Europäischen Währungsunion sowie der damit verbundenen Entspannung der Lage an den Finanzmärkten zurückzuführen.
Der für den Konzern der Südwestdeutsche Salzwerke AG relevante europäische Salzmarkt war durch die verhältnismäßig lang anhaltende Winterperiode bis zu Beginn des Frühjahrs 2013 positiv beeinflusst und führte dementsprechend zu einer erhöhten Nachfrage im Bereich Auftausalz. Die Nachfrage nach Industriesalz bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die Dienstleistungen zur Entsorgung und Verwertung bewegen sich hingegen leicht unter Vorjahresniveau.
Vor diesem Hintergrund stellt sich der Geschäftsverlauf im bisherigen Geschäftsjahr 2013 positiv dar; er liegt über den vergleichbaren Werten des Jahres 2012.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Der Umsatz des SWS-Konzerns liegt im ersten Quartal 2013 um 27,3 % über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Dabei hat insbesondere die witterungsbedingt höhere Nachfrage nach Auftausalz die Gesamtentwicklung maßgeblich beeinflusst.
Auf der Aufwandsseite hat sich der Materialaufwand unterproportional zum Umsatz entwickelt. Der Personalaufwand bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Infolge der im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte im Bereich Siedesalz verringerte sich der Abschreibungsaufwand in der Berichtsperiode deutlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind absatzbedingt durch höhere Transport- und Lagerkosten gestiegen. Das EBIT (operatives Ergebnis) und das Ergebnis vor Ertragsteuern liegen über den Werten im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Finanz- und Vermögenslage
Der operative Cashflow folgte der Entwicklung des Geschäftsverlaufs und verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum; begründet durch höhere Investitionen im Geschäftsjahr 2012.
Die Nettofinanzposition konnte durch den signifikanten Anstieg der flüssigen Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2012 erheblich verbessert werden.
Bei den langfristigen Vermögenswerten haben sich insbesondere die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aufgrund planmäßiger Abschreibungen verringert. Der Anstieg im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf die deutlich angestiegenen liquiden Mittel zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die Vorratsbestände entwickelt.
Geschäftsentwicklung nach Segmenten
Salz
Das Segment Salz konnte im bisherigen Geschäftsverlauf die Werte des vergleichbaren Vorjahreszeitraums 2012 deutlich übersteigen. Der Umsatz erhöhte sich insgesamt um 33,3 % gegenüber dem Vorjahr, wobei diese Entwicklung maßgeblich durch den witterungsbedingten Verlauf im Geschäftsfeld Auftausalz bestimmt war.
Das im Segment Salz erzielte EBIT (operatives Ergebnis) liegt geschäftsvolumenabhängig ebenfalls über dem vergleichbaren Vorjahreswert.
Entsorgung
Das Segment Entsorgung erzielte im aktuellen Berichtszeitraum insgesamt einen leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegenden Umsatz. Das EBIT (operatives Ergebnis) ist dementsprechend ebenfalls leicht rückläufig.
Alle sonstigen Segmente
Geschäftsaktivitäten, die weder dem Segment Salz noch dem Segment Entsorgung zugeordnet werden können, sind unter 'Alle sonstigen Segmente' zusammengefasst. Hierzu zählen vor allem die Dienstleistungen der Logistik, die Tourismusaktivitäten sowie die Dienstleistungen im Bereich Technik. Der Umsatz ist im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Das EBIT (operatives Ergebnis) konnte hingegen leicht verbessert werden.
Personal- und Sozialbereich
Die Anzahl der im Konzern der Südwestdeutsche Salzwerke AG beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich im Berichtszeitraum gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum reduziert.
Entwicklung der Risikosituation
Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass sich im Berichtszeitraum die unternehmensspezifische Risikosituation gegenüber der vorherigen Berichtsperiode nicht wesentlich verändert hat.
Prognosebericht
Der bisherige Geschäftsverlauf zeigt einen guten Start in das Jahr 2013. Im Wesentlichen bedingt durch den lang anhaltenden Winter und der damit verbundenen höheren Nachfrage nach Auftausalz, konnten Umsatz und EBIT deutlich gesteigert werden.
Trotz des witterungsbedingt guten Beginns des Geschäftsjahres gehen wir zum heutigen Zeitpunkt von einem normalen Winterverlauf 2013 aus. Der Umsatz im Segment Salz wird voraussichtlich über den Werten des Jahres 2012 liegen.
Die Einlagerungsmengen im Segment Entsorgung werden voraussichtlich in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 liegen. Wir gehen - unter der Annahme einer stabilen Preisentwicklung - von einem Umsatz leicht über Vorjahresniveau aus.
Die Umsatzentwicklung im Segment 'Alle sonstigen Segmente' wird insbesondere durch die Entwicklung im Bereich Logistik geprägt. Insgesamt rechnen wir unter Berücksichtigung aller in diesem Segment zusammengefasster Bereiche mit einem Umsatz, der im Jahr 2013 leicht unter den vergleichbaren Zahlen des Vorjahres liegen wird.
Unter Einbeziehung aller Segmente erwarten wir für den SWS-Konzern insgesamt einen Umsatz der um ca. 5 bis 15 % über den Vorjahreswerten liegen wird.
Alle Segmente des Konzerns stehen unverändert unter hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erwarten wir gegenüber dem Jahr 2012 einen deutlichen Rückgang. Unsere hohen kundenorientierten Ansprüche, die Gewährleistung der Verfügbarkeit aller unserer Produktions- und Förderanlagen, verbunden mit hohen bergbauspezifischen Fixkosten bedingen, wie in der Vergangenheit, auch künftig einen hohen Instandhaltungs- und Investitionsbedarf. Kostensteigerungen bei den Personalaufwendungen ergeben sich aus dem im Vorjahr abgeschlossenen Tarifvertrag.
Resultierend aus den besonderen Herausforderungen im Siedesalzbereich könnten weitere Einmalaufwendungen das Konzernergebnis belasten, allerdings in weit geringerem Umfang als die im Vorjahr erfasste Wertminderung. Erste Ergebnisse aus den im Geschäftsjahr 2012 gebildeten Projektgruppen zur Ableitung von Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Siedesalz liegen bereits vor und führten bis zum Berichtszeitpunkt bereits zu ersten Umsetzungen. Die vollständige Implementierung soll innerhalb der nächsten beiden Jahre erfolgen.
Unter diesen zum heutigen Tag getroffenen Annahmen, erwarten wir für den SWS-Konzern im Jahr 2013 einen EBIT (operatives Ergebnis), der über dem EBIT des Geschäftsjahres 2012 liegen wird.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir auch in den Folgejahren für unsere Geschäftstätigkeit aber auch für unsere Dividendenpolitik ein zufriedenstellendes Ertragsniveau erwirtschaften werden.
Heilbronn, 29. April 2013
Südwestdeutsche Salzwerke AG
Der Vorstand
Kai Fischer Hans-Joachim Voss
17.05.2013 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de
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AXC0001 2013-05-17/00:00
