Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Aktien des größten europäischen Zuckerproduzenten Südzucker sind am Freitag eingebrochen. Bis zum frühen Nachmittag verbilligten sich die Papiere um 4,7 Prozent auf 26,06 Euro.
Die EU-Kommission hatte am Donnerstag in Brüssel mitgeteilt, dass sie gegen mehrere
europäische Zuckerproduzenten wegen des Verdachts verbotener Preisabsprachen ermittelt. Die Unternehmen sollen jahrelang die Preise bei Weißzucker untereinander abgesprochen und damit künstlich hoch gehalten haben. Ende April wurden europaweit Razzien bei Zuckerproduzenten durchgeführt. Südzucker-Chef Wolfgang Heer hatte bereits am Donnerstag bestätigt, dass Ermittler auch bei Südzucker waren. Den Anlass für die Durchsuchungen kenne er aber nicht, sagte Heer.
Sollten die Unternehmen der verbotenen Preisabsprachen für schuldig befunden werden, drohen Geldstrafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.
