In den USA wird über einen Stopp der Anleihekäufe diskutiert, eine Wende in der Geldpolitik könnte sich anbahnen. Im Interview geht Robert Halver, Baader Bank, auf dieses Szenario ein. Zudem beschäftigt sich der Experte mit dem DAX und zeichnet die Handelswoche der Commerzbank nach.
Robert Halver, Baader Bank,
Halver zu einem möglichen Stopp der US-Anleihekäufe: "Das geht überhaupt nicht. Die Amerikaner haben Angst davor, dass irgendwann die amerikanischen Aktienmärkte übertrieben bewertet sind, wenn man weiterhin so viel Geld in die Märkte pumpt. Das sind sie noch nicht, um das klar zu sagen, aber selbst wenn es so weit wäre, wie will man dann wirklich sagen, dass die Düngung nun beendet wird. Das würden die Finanzmärkte nicht aushalten und den Notausgang suchen. Eine Zinswende ist nicht möglich."
Zudem blickt Halver auf die Geldpolitik der EZB: "Die EZB hat jetzt angefangen mit ihrem Instrumentekasten, da gibt es ja noch andere wunderbare Schwerter. Man könnte die Einlagezinsen auf negativ setzen, damit die Banken auch bloß keinen Cent sparen. Man könnte auch noch einmal offiziell die Zinsen senken. Es wird nicht enden.
Ein weiteres Thema ist die Lage bei der Commerzbank: "Erstens haben wir eine Bankenkrise, zweitens haben wir eine Commerzbank, wo der Staat noch drin ist und drittens soll der Staat raus, damit man die hohen Zinsen nicht an den Staat zahlen muss. So einfach ist es. Das heisst, man muss zuerst einen Kapital-Split machen, dann macht man eine massive Kapitalerhöhung mit 50 Prozent, damit man soviel Geld hat, um den Staat auch längerfristig aus dem Boot zu drängen. Das ist vielleicht etwas verwirrend, aber die Commerzbank muss nun mal aus dem Schlamassel herauskommen. Im Moment macht die Commerzbank ihre Hausaufgaben."
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Robert Halver, Baader Bank,
Zudem blickt Halver auf die Geldpolitik der EZB: "Die EZB hat jetzt angefangen mit ihrem Instrumentekasten, da gibt es ja noch andere wunderbare Schwerter. Man könnte die Einlagezinsen auf negativ setzen, damit die Banken auch bloß keinen Cent sparen. Man könnte auch noch einmal offiziell die Zinsen senken. Es wird nicht enden.
Ein weiteres Thema ist die Lage bei der Commerzbank: "Erstens haben wir eine Bankenkrise, zweitens haben wir eine Commerzbank, wo der Staat noch drin ist und drittens soll der Staat raus, damit man die hohen Zinsen nicht an den Staat zahlen muss. So einfach ist es. Das heisst, man muss zuerst einen Kapital-Split machen, dann macht man eine massive Kapitalerhöhung mit 50 Prozent, damit man soviel Geld hat, um den Staat auch längerfristig aus dem Boot zu drängen. Das ist vielleicht etwas verwirrend, aber die Commerzbank muss nun mal aus dem Schlamassel herauskommen. Im Moment macht die Commerzbank ihre Hausaufgaben."
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