Von Andreas Plecko
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai stärker als erwartet aufgehellt. Der an der Universität Michigan im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA stieg nach den Ergebnissen der ersten Umfrage auf 83,7. Das ist der höchste Stand seit fast sechs Jahren. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Indexanstieg auf 78,0 erwartet. Nach der zweiten Befragung im Vormonat hatte sich ein Stand von 76,4 ergeben.
Der Index für die Erwartungen belief sich im Mai auf 74,8 nach 67,8 im Vormonat, der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 97,5 nach 89,9 angegeben. Das Urteil zur aktuellen Lage notiert damit auf dem höchsten Wert seit Oktober 2007. Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.
Der kräftige Anstieg der Stimmung legt nahe, dass die Verbraucher die Erhöhung der Sozialabgaben und die Kürzungen im Budget verdaut haben. Im Vordergrund dürften nun die Wertzuwächse an den Aktien- und Immobilienmärkten sowie die fallenden Benzinpreise stehen.
Nach der Befragung rechnen die privaten Haushalte nicht mit größeren Änderungen bei der Inflation in nächster Zeit. Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von fünf Jahren stagnierten gegenüber dem Vormonat bei 2,8 Prozent. Auch auf Sicht von zwölf Monaten blieben die Inflationserwartungen unverändert bei 3,1 Prozent.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/mgo
(END) Dow Jones Newswires
May 17, 2013 10:23 ET (14:23 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
