Ein Expertengremium der
europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat das in die Kritik geratenen
Medikament Diane 35 des Bayer
Frankreich hatte das häufig als Antibabypille verschriebene Akne-Medikament Ende Januar wegen möglicher tödlicher Nebenwirkungen verboten. Das Präparat sowie Nachahmermittel durften nur noch in einer Übergangszeit von drei Monaten vertrieben werden, hatte die französische Arzneimittelaufsichtsbehörde ANSM Ende Januar angekündigt. Laut der Daten der Behörde haben Diane 35-Patienten ein vierfach erhöhtes Risiko, an einer Venen-Thrombose zu erkranken.
Das Medikament ist in Frankreich zur Behandlung von Akne zugelassen, wird aber oft wegen seiner empfängnisverhütenden Wirkung verschrieben. Nach Schätzungen der ANSM nahmen 2012 in Frankreich rund 315.000 Frauen das Bayer-Medikament oder ein Nachahmerpräparat (Generikum). Grundsätzlich ist bekannt, dass die Einnahme von Antibabypillen die Entwicklung von Thrombosen begünstigen kann.
Wie die europäische Arzneimittelbehörde am Freitag weiter mitteilte, können EU-Mitgliedsstaaten zwar die Marktzulassung eines Medikaments aussetzen. Die Regelungen seitens der EU-Kommission seien aber innerhalb 30 Tagen umzusetzen./ep/he
ISIN DE000BAY0017
AXC0222 2013-05-17/17:14
