Zug - Beim Machtkampf um die Führung des Ölbohrkonzern Transocean haben die Aktionäre dem US-amerikanischen Milliardär Carl Icahn mehr Einfluss eingeräumt. Mit der Wahl von Samuel Merksamer in den Verwaltungsrat erzielte die Icahn-Gruppe einen Teilerfolg. Das Kernanliegen, eine höhere Dividende, kam aber nicht durch. Das Aktionariat stimmte mit einer Mehrheit von rund 80 Prozent für den Dividendenvorschlag des Managements von 2,24 USD. Der Alternativvorschlag von 4,00 USD pro Aktie der Icahn-Gruppe erhielt 35% Ja-Stimmen.
Die Aktionäre sind damit der Transocean-Führung gefolgt, die im Vorfeld von einer Herabstufung der Ratingagenturen gewarnt hat. Icahn habe eine "sehr kurzfristige Sicht der Dinge", sagte Konzernchef Steven L. Newman in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Die Unternehmensführung verfolge demgegenüber eine nachhaltige Dividendenpolitik. Zwar ist der US-amerikanische Milliardär, der als Firmenjäger gilt und gerne aktiv seine Interessen verfolgt, in einem Punkt gescheitert.
Keine Zweidrittelmehrheit präsent
Hingegen konnte er mit Samuel Merksamer einen von drei vorgeschlagenen Kandidaten in den Verwaltungsrat ...
