Von Hendrik Varnholt
FRANKFURT (Dow Jones)--Volkswagen hat mit Zustimmung auf die Rückrufanordnung des Kraftfahrtbundesamts für die von den Dieselmanipulationen betroffenen Fahrzeuge reagiert. Das Unternehmen begrüße "die schnelle Entscheidung", teilte Volkswagen am Donnerstagnachmittag mit. Es herrsche durch die Anordnung auch "Klarheit bezüglich der weiteren uneingeschränkten Nutzung der Fahrzeuge". Die Rückrufaktion werde sich "über das Kalenderjahr 2016 hinweg erstrecken", schrieb VW-Konzernchef Matthias Müller in einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, den Dow Jones Newswires einsehen konnte.
Volkswagen arbeitet nach eigenen Angaben derzeit "mit Hochdruck" an den "im Maßnahmenplan festgelegten technischen Lösungen". Mit den Nachbesserungen, zu denen sowohl Software- als auch Hardware-Veränderungen gehören könnten, werde das Unternehmen "ab Januar 2016" beginnen, teilte Volkswagen weiter mit. Alle Schritte seien für die Kunden kostenlos.
In der EU werden von Rückrufaktionen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal nach Volkswagen-Angaben rund 8,5 Millionen Fahrzeuge betroffen sein. Die Zahl der in Deutschland betroffenen Autos bezifferte VW am Donnerstag unter Berufung auf das Kraftfahrtbundesamt auf 2,4 Millionen. Zuvor waren Beobachter davon ausgegangen, dass 2,8 Millionen Autos in Deutschland die Software zur Manipulation von Abgaswerten enthalten.
In dem Brief an Bundesverkehrsminister Dobrindt rief Müller auch zu einem einheitlichen Vorgehen bei den Rückrufen innerhalb der EU auf. "Ein solches einheitliches und verlässliches Vorgehen wäre sowohl im europäischen Geist als auch im Interesse der Kunden", schrieb er.
Dobrindt hatte am Donnerstagvormittag bestätigt, dass das Kraftfahrtbundesamt einen Rückruf der betroffenen Autos angeordnet hat. "VW wird in dem Bescheid auferlegt, die entsprechende Software aus den betroffen Fahrzeugen zu entfernen", sagte er. Angesichts der Dimension des Falls sei eine enge staatliche Begleitung nötig.
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October 15, 2015 10:35 ET (14:35 GMT)
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