Von Melodie Warner
Die Finanztochter GE Capital macht dem US-Mischkonzern General Electric Freude. Im laufenden Jahr will GE Capital 6,5 Milliarden Dollar an die Muttergesellschaft abführen. Dies sind 30 Prozent der geplanten Gewinne für das Jahr 2013. Der Verwaltungsrat hat dies am Montag durchgewunken. Zudem plant die Finanztochter, 4,5 Milliarden Dollar an Sonderdividenden an General Electric zu überreichen. GE-Chef Jeff Immelt sagte, dies sei Teil der Strategie, die Größe von GE Capital zu verringern.
Der Mischkonzern GE stellt Flugzeugturbinen und Kraftwerkskomponenten her und ist auch in der Medizintechnik vertreten. Der Konzern ist derzeit im Umbruch. CEO Immelt will sein Unternehmen risikoärmer aufstellen, in jüngster Zeit wurde sogar eine Abtrennung des Finanzdienstleisters GE Capital erwogen. Im März hatte Immelt zwar gesagt, dass es keine konkreten Pläne in diese Richtung gebe, ausschließen wollte er es aber auch nicht. Die konzerninterne Bank ist zwar immer noch eine wichtige Säule im Unternehmen, wurde aber nach und nach verkleinert. Zusätzlich zieht sich GE aus dem Unterhaltungsgeschäft zurück, der verbliebene Anteil am Medienkonzern NBC Universal wurde verkauft.
Im ersten Quartal verbuchte GE Capital ein Wachstum bei den Einnahmen von 1,7 auf 11,54 Milliarden Dollar und der Gewinn legte um 8,7 Prozent auf 1,93 Milliarden Dollar zu. Die Muttergesellschaft GE hat ihren Gewinn im Auftaktquartal um 16 Prozent gesteigert und damit die Markterwartungen leicht übertroffen. Zugute kam dem Konzern, der auf wichtigen Geschäftsfeldern mit der Siemens AG konkurriert, ein Buchgewinn aus dem Verkauf seiner restlichen Anteile am Medienunternehmen NBC Universal. Operativ lief das Geschäft weniger erfreulich: Insbesondere die Wirtschaftsschwäche in Europa war laut GE ärger als erwartet gewesen, das hatte den Gewinn belastet.
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May 20, 2013 07:20 ET (11:20 GMT)
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