In der Pharmabranche gibt es
wieder einmal eine Milliardenübernahme: Der US-Generikahersteller
Actavis
Gemessen am Schlusskurs vom Freitag werde eine Warner-Chilcott-Aktie mit 20,08 Dollar bewertet. Das sind nur knapp fünf Prozent mehr als zuletzt für die Anteile an der Börse bezahlt wurden. Allerdings war bereits am 9. Mail bekannt geworden, dass die beiden Unternehmen über eine Übernahme sprechen. Seitdem hat der Kurs des Warner-Chilcott-Papiers deutlich angezogen. Aber auch die Actavis-Anteile hatten sich in den vergangenen Wochen wegen hartnäckiger Übernahmegerüchte deutlich verteuert. Am Montag legten beide Aktien in den ersten Handelsminuten zu - wobei das Kursplus beim Bieter höher ausfiel als beim Objekt der Begierde.
Zuletzt hatte es Spekulationen und Berichte gegeben, dass Actavis erneut selbst Ziel einer Übernahme werden könnte. So sollen sowohl der kanadische Konkurrent Valeant als auch der US-Konzern Mylan interessiert gewesen sein. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sind jedoch beide wegen zu geringer Offerten abgeblitzt. Der heutige Actavis-Konzern ist durch eine Übernahme des schweizerischen Generikaherstellers mit dem gleichen Namen durch den US-Konzern Watson Pharmaceuticals entstanden.
In Deutschland wurde Actavis 2010 in Zusammenhang mit dem
Übernahmekampf um den Ulmer Konkurrenten Ratiopharm bekannt. Nach
monatelangem Ringen entschied letztendlich der Branchenriese Teva
Die Pharma-Branche ist derzeit stark in Bewegung. Viele große
Konzerne suchen wegen auslaufender Patente und sinkender Margen nach
neuen Feldern oder Partnern. Aus diesem Grund kam es in den
vergangenen Jahren immer wieder zu milliardenschweren Übernahmen. So
hatte der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Bayer
Zudem läuft zurzeit um das irische Biotechunternehmen Elan ein
Übernahmepoker. Der US-Konzern Royalty Pharma will für die Iren bis
zu 7,3 Milliarden Dollar zahlen. In Deutschland ranken sich immer
wieder Gerüchte um den Generikahersteller Stada
ISIN BMG9435N1083 US00507K1034
AXC0082 2013-05-20/16:07
