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MÄRKTE EUROPA/Neue Indexrekorde - Commerzbank und Autowerte fest

Von MICHAEL DENZIN

Mit neuen Rekordmarken sind Europas Aktienmärkte auch am Pfingstmontag aus dem Handel gegangen. Der DAX legte 0,7 Prozent auf 8.456 Punkte zu. Damit stieg er den vierten Handelstag in Folge auf ein neues Allzeithoch. Der Euro-Stoxx-50 kletterte um 0,2 Prozent auf 2.825 Zähler. Die Politik der großen Notenbanken, Liquidität in die Finanzmärkte zu pumpen, lässt eine Rally-Etappe der anderen folgen. Die Milliardensummen der Notenbanken suchen nach Anlagemöglichkeiten - und landen auch am Aktienmarkt. Schwache US-Konjunkturdaten vom Chicago-Index stützten die Hoffnung, die Geldschwemme werde weiter anhalten. Auch der US-Markt stieg darauf auf Allzeit-Hoch.

Für Furore sorgte ein Kurssprung von 8,8 Prozent auf 8,50 Euro bei der Commerzbank. Im dünnen Feiertagshandel wurde die Aktie über die Bezugsrechte nach oben gekauft. Sie kosten nur rund die Hälfte und haben den gleichen Effekt wie ein Kauf der Aktie. Die Rechte sprangen um fast 21 Prozent nach oben. Ihre Kapitalerhöhung hat die Bank damit gut verdaut. Europas Banken-Sektor legte dagegen nur um 0,3 Prozent zu.

Auf Rekordjagd waren auch die Autotitel. Die Branchenwerte stiegen im Schnitt 2,2 Prozent. Bereits am Freitag hatten positive Kommentare von Credit Suisse und Goldman Sachs die Kurse von Peugeot, Daimler, VW & Co nach oben getrieben. Am Montag nahm nun Morgan Stanley die gesamte Branche auf "Übergewichten". Peugeot-Citroen sprangen um 5,9 Prozent, VW um 3,2 Prozent, Daimler um 2,8 Prozent und BMW um 2,9 Prozent.

Gute Zahlen trieben die Aktie des Billigfliegers Ryanair um 6,6 Prozent nach oben. "Der Nettogewinn wurde durch das starke Umsatzwachstum von acht Prozent getrieben", hieß es dazu von Davy Research. Auch Lufthansa stiegen danach um 3,6 Prozent, Air France-KLM sogar 4 Prozent.

"Es scheint, als haben wir das Utopia für Investoren erreicht", sagte Chris Weston, Marktstratege bei IG Markets. "Es gibt genügend gute Wirtschaftsdaten, um die Nerven der besorgten Anleger zu beruhigen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch genügend schlechte Daten, die die Notenbanken weiter veranlassen, Geld in das System zu pumpen."

Dort, wo in Europa trotz Feiertags gehandelt wurde, zeigten sich ebenfalls neue Jahreshochs: So in London, Amsterdam und Stockholm. In Zürich, Wien, Oslo, Kopenhagen und Budapest blieben die Börsen geschlossen. Der italienische Leitindex FTSE Mib fiel gegen den Trend um 0,6 Prozent; etliche der 40 Index-Unternehmen schütten Dividenden aus, die Kurse von Generali, Intesa Sanpaolo, Eni, Pirelli, Mediolanum und Enel handeln folglich niedriger. Da Dividenden nicht in diese Indizes eingerechnet werden, bremste dies den Euro-Stoxx-50 und den Mib.

Optimistische Aussagen kamen aus Spanien: Finanzminister Cristobal Montoro erwartet für die Wirtschaft des Landes eine kräftigere Erholung als bislang erwartet. Der Euro stabilisierte sich zum US-Dollar danach über der 1,2850er-Marke.

Gut kam auch das Aktienrückkaufprogramm des DAX-Unternehmens Fresenius Medical Care an. Die Aktien stiegen um 1,2 Prozent. Der Dialyse-Spezialist will rund 7 Millionen Aktien zurückkaufen. Damit steigt der Gewinn je Aktie für die Aktionäre. Ihre Mutterfirma Fresenius notierten nur wegen Dividendenabschlags optisch im Minus. Rheinmetall im MDAX profitierten von einer Hochstufung durch die Deutsche Bank und legten 4 Prozent zu.

Europäische Schlussbörsen vom Montag, 20. Mai 
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.            Index               Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                                   stand      absolut         in %          seit 
.                                                                    Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50       2.824,50         6,51        +0,2%           7,2 
.            Stoxx-50            2.830,58         7,36        +0,3%           9,8 
.            Stoxx-600              309,77        1,05        +0,3%          10,8 
Frankfurt    XETRA-DAX           8.455,83        57,83        +0,7%          11,1 
London       FTSE-100            6.755,63        32,57        +0,5%          14,5 
Paris        CAC-40              4.022,85        21,58        +0,5%          10,5 
Amsterdam    AEX                   369,97         1,89        +0,5%           8,0 
Athen        ATHEX-20              394,61       -11,68        -2,9%          27,4 
Br ssel      BEL-20              2.740,66         8,37        +0,3%          10,7 
Helsinki     OMXH-25             2.448,21        16,76        +0,7%          10,8 
Istanbul     ISE NAT. 30       111.422,58     -2639,21        -2,3%          14,0 
Lissabon     PSI 20              6.115,53       -46,41        -0,8%           7,3 
Madrid       IBEX-35             8.582,40       -67,20        -0,8%           4,3 
Mailand      FTSE-MIB           17.506,87       -97,74        -0,6%           7,6 
Moskau       RTS                 1.417,05        11,71        +0,8%          -7,2 
Prag         PX                    982,50        -0,28        -0,0%          -5,4 
Stockholm    OMXS-30             1.243,37        -0,88        -0,1%          12,6 
Warschau     WIG-20              2.376,78       -14,29        -0,6%          -8,2 
 
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EUR/CHF    1,2445  -0,19%    1,2468         1,2483 
USD/JPY  102,5400  -0,17%  102,7180       103,0380 
GBP/USD    1,5224   0,23%    1,5189         1,5168 
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Kontakt zum Autor: michael.denzin@dowjones.com

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May 20, 2013 12:08 ET (16:08 GMT)

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© 2013 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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