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MÄRKTE EUROPA/US-Notenbank drängt Anleger ins Seitenaus

Von Herbert Rude

Nach dem weiteren Kursaufschwung mit einem neuen Rekordstand des DAX am Pfingstmontag schalten die europäischen Börsen am Dienstag erst einmal in den "Abwartemodus". Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,4 Prozent nach auf 2.812 Punkte, auch der DAX bröckelt etwas ab und handelt 0,3 Prozent tiefer bei 8.430 Zählern. Am Mittwoch spricht zunächst US-Notenbankpräsident Ben Bernanke vor dem Wirtschaftsausschuss von Senat und Repräsentantenhaus, später wird das Protokoll der letzten Sitzung der Notenbank veröffentlicht. "Immerhin geht es bei den Wertpapierkäufen der Fed um den zentralen Kurstreiber für die Finanzmärkte der vergangenen Monate", sagt ein Händler. Im Vorfeld dürften sich die Anleger weitgehend an die Seitenlinie zurückziehen, erwartet er.

Mit größeren Gewinnmitnahmen sei bis zu diesen Ereignissen allerdings auch nicht zu rechnen, wie der Umschwung im DAX am Montag an der 8.400er Marke gezeigt habe. "Niedrigere Kurse werden nach wie vor rasch zum Einstieg genutzt", gibt sich ein Marktteilnehmer zuversichtlich. Von den Vorlagen kommen kaum Impulse. Die New Yorker Börse hat die Rekordrally am Montag bereits beendet, die Kurse haben leicht nachgegeben. In Asien treten die Kurse überwiegend auf der Stelle.

Die Musik spielt derweil eher am Devisenmarkt. Der Euro verteidigt die starken Gewinne vom Vortag und wird knapp unter 1,29 Dollar gehandelt. Die Feinunze Gold nähert sich wieder der Marke von 1.400 Dollar, nachdem sie am Vortag im Handelsverlauf um 50 Dollar gestiegen ist. Nach der damit verbundenen Aufholjagd der Goldminenaktien in den USA sind in Europa Rohstoffwerte in der ganzen Breite gesucht. Der Branchenindex steigt um ein Prozent, angeführt von BHP, die um 1,4 Prozent anziehen.

Auf der anderen Seite fällt der Index der Automobilaktien in Europa um 1,4 Prozent, Händler sprechen von Gewinnmitnahmen. Im DAX fallen VW um 1,4 Prozent. Die Aktien von Infineon steigen dagegen um 2,1 Prozent auf 6,59 Euro.

Der Index der europäischen Banken verliert 0,7 Prozent. Die Analysten von J.P. Morgan haben die Aktien der Deutschen Bank auf "Neutral" abgestuft. Der Kurs fällt um 1,7 Prozent zurück. Der Einstieg eines Staatsfonds aus Katar kann den Kurs des deutschen Kreditinstituts erst einmal nicht stützen. Auch UBS-Titel verlieren mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 17,71 Franken etwas an Boden, obwohl die Analysten der Citigroup das Kursziel auf 20,50 Franken erhöht und ihre Kaufempfehlung bekräftigt haben. Im DAX geben auch Commerzbank nach dem Erholungsschub vom Pfingstmontag wieder deutlicher nach - aktuell um 2,8 Prozent.

=== 
DEVISEN   zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mo, 17.39 Uhr 
EUR/USD    1,2886  +0,0%    1,2884         1,2867 
EUR/JPY  132,2682  +0,4%  131,7726       131,8702 
EUR/CHF    1,2461  +0,0%    1,2455         1,2451 
USD/JPY  102,6350  +0,4%  102,2690       102,4805 
GBP/USD    1,5240  -0,1%    1,5258         1,5224 
=== 
Kontakt zum Autor: trade.de@dowjones.com 
DJG/hru/flf 

(END) Dow Jones Newswires

May 21, 2013 03:36 ET (07:36 GMT)

Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.

© 2013 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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