Von Lilly Vitorovich und Stefanie Haxel
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat seinem Geschäftsjahr 2012/13 unter dem schwachen Geschäft im Südeuropa gelitten. Umsatz und operativer Gewinn gingen zurück. Das war allerdings erwartet worden -Marktteilnehmer sprachen bei den Ergebnissen von einer "Punktlandung." Angesichts der andauernden Krise in Europa wird die US-Tochter Verizon Wireless immer stärker zum Wachstumstreiber.
Der Konzernumsatz ging in den zwölf Monaten per Ende März um 4,2 Prozent auf 44,4 Milliarden britische Pfund zurück. Während die Einnahmen im größten Geschäftsbereich Nord- und Mitteleuropa moderat zulegten, brachen sie im Süden um fast 17 Prozent auf 9,6 Milliarden Pfund ein. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verdiente Vodafone mit 13,3 Milliarden Pfund.
Das sei eine "Punktlandung", sagte ein Händler. Sowohl der Umsatz als auch der bereinigte operative Gewinn deckten sich mit den Konsensprognosen. Der Nettogewinn brach wegen einer milliardenschweren Abschreibung auf die Geschäfte in Italien und Spanien massiv ein. Er fiel auf 429 Millionen Pfund, von 6,96 Milliarden im Vorjahreszeitraum.
Da Vodafone vor allem im kriselnden Europa breit aufgestellt ist, setzen die Briten auf ihr US-Joint-Venture, um das Geschäft künftig zu beflügeln. Verizon Wireless hatte vergangene Woche angekündigt, insgesamt 7 Milliarden US-Dollar als Dividende auszuschütten. Davon fließen Vodafone 45 Prozent zu - und die sollen im Unternehmen verbleiben, um Kosten zu decken und das Angebot zu verbessern.
"Auch die Umsätze aus dem wichtigen Service-Geschäft von Verizon Wireless haben mit plus 8 Prozent die Markterwartung erfüllt", sagte der Händler weiter. Verizon Wireless sei "der Kurstreiber" für die Vodafone-Aktie; die Schätzungen für 2014 implizierten einen Gewinnbeitrag des US-Mobilfunkanbieters von 80 Prozent für den britischen Konzern.
Die Gesamtdividende je Aktie von 10,19 Pence entspreche ebenfalls den Erwartungen. "Der für 2014 in Aussicht gestellte Free Cash Flow von 7 Milliarden Pfund dürfte etwas unter den Schätzungen vieler Analysten liegen. Das ist leicht negativ mit Blick auf die künftigen Ausschüttungen und Aktienrückkäufe", sagte der Händler.
--Mitarbeiter: Benjamin Krieger.
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May 21, 2013 03:39 ET (07:39 GMT)
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