Der Übernahmekampf um den
drittgrößten US-Mobilfunker Sprint Nextel
Softbank hatte mit seiner 20,1 Milliarden US-Dollar (15,6 Mrd Euro) schweren Offerte für einen 70-Prozent-Anteil bereits im Herbst 2012 die Zustimmung des Sprint-Verwaltungsrats gewonnen. Doch dann kam im April der TV-Anbieter Dish und bot 25,5 Milliarden Dollar, um seinen Kunden Paketprodukte aus Internet, Telefon und Mobilfunk anbieten zu können. Verschiedene Sprint-Großaktionäre machten sich für das Dish-Angebot stark.
Der Verwaltungsrat von Sprint unterstützt nach eigenen Angaben weiter die Offerte von Softbank. Die Aktionäre sollen bis zum 12. Juni abstimmen, Softbank will den Deal möglichst Anfang Juli in trockene Tücher bringen.
Softbank kündigte zudem an, sich am Markt frisches Geld mit dem Verkauf von Anleihen besorgen zu wollen. Die Papiere sollen rund 400 Milliarden Yen (3,9 Milliarden Dollar) in die Kassen der Tokioter spülen. Damit sollen Schulden zurückgezahlt und in Teilen auch die Übernahme von Sprint finanziert werden, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Beobachter werteten die geplante Platzierung des drittgrößten japanischen Mobilfunkers als Schritt, sich womöglich auch für ein höheres Gebot zu wappnen, das der Konzern bislang öffentlich ablehnt.
Trotz der grundsätzlichen Einigung mit Softbank kann Sprint das Angebot im Tausch für einen besseren Deal noch ausschlagen. Dish-Chef Charlie Ergen ist sich sicher, dass die Prüfung seiner Offerte seinem Unternehmen den Zuschlag sichert. "Wir bleiben zuversichtlich, dass dieser Prozess die Überlegenheit unseres Angebots bestätigt", sagte er in einer Mitteilung./men/enl/stb
ISIN US25470M1099 US8520611000 JP3436100006
AXC0069 2013-05-21/10:56
