Der Solarsektor hat sich am Dienstag von
einem leichteren Marktumfeld abgehoben. Er profitiert einem
Börsianer zufolge sowohl von der wieder in den Fokus gerückten
Strafzolldebatte, als auch einer scheinbar unerwartet hohen
Nachfrage aus Japan. Für die Papiere des Polysilicium-Herstellers
Wacker Chemie
China, Europa und die USA wollen laut Kreisen einen Handelskrieg wegen des Streits über Strafzölle für Solarzellen abwenden. Die US-Regierung wolle verhindern, dass der Konflikt eskaliert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Die Amerikaner seien bereit, ihre Strafzölle auf Importe von chinesischen Solarprodukten auszusetzen, wenn die Chinesen Exportquoten und Minimumpreisen zustimmen. Derzeit überlegt die EU ebenfalls, Importe von Solarpanelen wie die USA mit einer Strafabgabe zu belegen. Darüber soll bis zum 5.Juni entschieden werden.
"Die Voraussetzungen für die deutschen Solarunternehmen scheinen
sich etwas zu verbessern", sagte ein Marktteilnehmer. "Durch
Strafzölle für chinesische Produkte könnte sich die Branche
zumindest aus dem Würgegriff des Preisdumpings befreien." Ein
weiterer Börsianer verwies derweil auf den satten Kurssprung von 70
Prozent bei JA Solar
ISIN DE000A0DJ6J9 DE0005108401 DE000WCH8881
AXC0074 2013-05-21/11:03
