Berlin (pts009/21.05.2013/11:15) - "Im weltweiten Ranking der Länder mit der
besten Infrastruktur ist Deutschland seit 2008 um mehrere Ränge zurückgefallen
und droht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren", sagte der
Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, zum Auftakt des
Weltverkehrsforums in Leipzig. Nach einer aktuellen Aufstellung des
Weltwirtschaftsforums hatte Deutschland im Jahr 2008 noch die drittbeste
Verkehrsinfrastruktur (zuzüglich des Stromnetzes) der Welt. Im Jahr 2013 reichte
es nur noch für Platz neun.
"Auch bei der Bewertung des deutschen Schienennetzes gibt es einen klaren
Abwärtstrend zwischen den Vergleichszeiträumen 2008 bis 2013", sagte Flege.
"Deutschlands Eisenbahnnetz rangiert nach dem Ranking des Weltwirtschaftsforums
heute auf Platz sieben, hinter dem Spitzenreiter Schweiz, gefolgt von Japan,
Hong Kong, Frankreich, Singapur und Finnland. 2008 reichte es noch für Rang
vier. Die Zeichen stehen auf Verschleiß."
Die Experten des Weltwirtschaftsforums analysieren in ihrem globalen
Qualitätsranking jedes Jahr insgesamt zwölf Kategorien. Neben der Infrastruktur
sind das etwa die Flexibilität des Arbeitsmarkts, das Gesundheits- oder das
Bildungssystem. Für die abschließende Bewertung im "Global Competitiveness Index
2012/13" wertete das Weltwirtschaftsforum 14.000 Fragebögen aus 150 Ländern aus.
Die Allianz pro Schiene mahnte die Politik, die Ära der Infrastrukturförderung
nach Gießkannenprinzip oder Regionalproporz zu beenden und sich stärker an
Nachhaltigkeitszielen zu orientieren. "Als Basis für künftige
Investitionsentscheidungen brauchen wir einen gesellschaftlich abgestimmten
Masterplan mit klaren Marktanteilszielen für den Güter- und den Personenverkehr",
sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. "Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen
wären dann in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang eingebettet und hätten
damit die Chance, einen höheren Stellenwert zu bekommen."
http://www.allianz-pro-schiene.de
(Ende)
Aussender: Allianz pro Schiene e.V.
Ansprechpartner: Dr. Barbara Mauersberg
Tel.: +49 (30) 24 62 599-0
E-Mail: barbara.mauersberg@allianz-pro-schiene.de
Website: www.allianz-pro-schiene.de
Quelle: http://www.pressetext.com/news/20130521009
© pressetext Nachrichtenagentur GmbH http://www.pressetext.com - Die
inhaltliche Verantwortung für redaktionelle Meldungen (pte) liegt bei
pressetext, für Pressemitteilungen (pts) beim jeweiligen Aussender. Weitere
Informationen erhalten Sie bei unserem Redaktionsservice unter
info@pressetext.com oder Tel. +43-1-81140-300. (END) Dow Jones NewswiresMay 21, 2013 05:15 ET (09:15 GMT)
besten Infrastruktur ist Deutschland seit 2008 um mehrere Ränge zurückgefallen
und droht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren", sagte der
Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, zum Auftakt des
Weltverkehrsforums in Leipzig. Nach einer aktuellen Aufstellung des
Weltwirtschaftsforums hatte Deutschland im Jahr 2008 noch die drittbeste
Verkehrsinfrastruktur (zuzüglich des Stromnetzes) der Welt. Im Jahr 2013 reichte
es nur noch für Platz neun.
"Auch bei der Bewertung des deutschen Schienennetzes gibt es einen klaren
Abwärtstrend zwischen den Vergleichszeiträumen 2008 bis 2013", sagte Flege.
"Deutschlands Eisenbahnnetz rangiert nach dem Ranking des Weltwirtschaftsforums
heute auf Platz sieben, hinter dem Spitzenreiter Schweiz, gefolgt von Japan,
Hong Kong, Frankreich, Singapur und Finnland. 2008 reichte es noch für Rang
vier. Die Zeichen stehen auf Verschleiß."
Die Experten des Weltwirtschaftsforums analysieren in ihrem globalen
Qualitätsranking jedes Jahr insgesamt zwölf Kategorien. Neben der Infrastruktur
sind das etwa die Flexibilität des Arbeitsmarkts, das Gesundheits- oder das
Bildungssystem. Für die abschließende Bewertung im "Global Competitiveness Index
2012/13" wertete das Weltwirtschaftsforum 14.000 Fragebögen aus 150 Ländern aus.
Die Allianz pro Schiene mahnte die Politik, die Ära der Infrastrukturförderung
nach Gießkannenprinzip oder Regionalproporz zu beenden und sich stärker an
Nachhaltigkeitszielen zu orientieren. "Als Basis für künftige
Investitionsentscheidungen brauchen wir einen gesellschaftlich abgestimmten
Masterplan mit klaren Marktanteilszielen für den Güter- und den Personenverkehr",
sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. "Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen
wären dann in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang eingebettet und hätten
damit die Chance, einen höheren Stellenwert zu bekommen."
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