Von Andreas Plecko
FRANKFURT--Die Bundesbank rechnet nach dem schwachen Jahresauftakt für das zweite Quartal 2013 mit einer spürbaren Belebung der deutschen Wirtschaft. "Hierfür sprechen nicht allein die zu erwartenden Nachholeffekte in Reaktion auf die witterungsbedingten Beeinträchtigungen der Bautätigkeit im zurückliegenden Winter", erklären die Konjunkturexperten der Bundesbank in ihrem Monatsbericht für Mai. "Das spürbare Anziehen der industriellen Auftragseingänge macht Hoffnung, dass sich mit dem Export und den Ausrüstungsinvestitionen auch diejenigen Nachfragekomponenten erholen werden, auf deren Schrittmacherdienste die Konjunktur in Deutschland üblicherweise am stärksten vertrauen kann."
Die erhoffte Belebung ist für die Bundesbank aber noch keine ausgemachte Sache. Deren Experten warnen vor hohen Risiken: "Angesichts der schlechten Wirtschaftslage in weiten Teilen des Euroraums sowie bestehender Probleme im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise bleiben die gesamtwirtschaftlichen Risiken hoch."
Deutschlands Wirtschaft ist im ersten Quartal 2013 nur knapp einer technischen Rezession entgangen. Nach einer Schrumpfung im Schlussquartal des Vorjahres war die deutsche Wirtschaft im den ersten drei Monaten dieses Jahres nur 0,1 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt in der vergangenen Woche mitteilte. Nach Angaben der Statistiker lag das nicht zuletzt am langen und harten Winter.
Für das Gesamtjahr 2013 veranschlagt die Bundesbank bisher ein Wachstum von 0,5 Prozent. Nach dem unerwartet schwachen Start ins Jahr 2013 haben aber einige Ökonomen von Geschäftsbanken ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Gesamtjahr schon deutlich gesenkt. So nahm Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer seine Prognose von 0,5 auf 0,2 Prozent zurück.
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May 21, 2013 06:00 ET (10:00 GMT)
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