Der britische Mobilfunker Vodafone
Verizon Wireless ist der hochprofitable US-Mobilfunk-Marktführer. Mehrheitseigener Verizon möchte die Ertragsperle gern vollständig übernehmen. Auf einer Investorenkonferenz ließen die Amerikaner durchblicken, sie hielten 100 Milliarden Dollar für angemessen, um die Briten herauszukaufen. Vodafone, so wird kolportiert, will erheblich mehr.
EUROPAGESCHÄFT UNTER DRUCK
Im operativen Geschäft kämpft Vodafone-Chef Vittorio Colao angesichts der Schuldenkrise in weiten Teilen Europas gegen Rückgänge. Daher streicht er in den Stammmärkten Stellen und Kosten. Jüngst hatte Vodafone sogar 7,7 Milliarden Pfund auf die Aktivitäten in Spanien und Italien abgeschrieben. In Deutschland und Spanien setzt Colao nun auf Netz-Kooperationen mit der Konkurrenz. Zudem baut er in Spanien und Portugal ein Glasfasernetz.
Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) waren bei Vodafone Umsatz und Gewinn geschrumpft. Der Umsatz sackte um 4,2 Prozent auf 44,4 Milliarden britische Pfund (52,5 Mrd Euro). Damit trafen die Briten die Marktprognose punktgenau. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um 3,1 Prozent auf 13,3 Milliarden Pfund und lag damit sogar leicht über den Erwartungen. Als Schlussdividende kündigte Vodafone an, 6,92 Pence je Aktie auszuzahlen. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit Gegenwind von der Konkurrenz und den Regulierern. Vodafone ist einer der größten Mobilfunker der Welt./fn/men/stb
ISIN GB00B16GWD56
AXC0115 2013-05-21/13:14
