Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport
Sollten die noch nicht vorliegenden Ausschreibungen in Brasilien keine Überraschungen bieten, werde Fraport zum Jahresende für neu ausgeschriebene Lizenzen für Rio de Janeiro und Belo Horizonte bieten, kündigte Schulte an. Bei der Ausschreibung des neuen internationalen Flughafens Istanbul war Fraport kürzlich trotz eines Gebotes von rund 30 Milliarden Euro über die gesamte Konzessionszeit nicht zum Zuge gekommen. "Man kann nicht immer gewinnen. Am Schluss geht es aber darum, Geld zu verdienen", sagte Schulte. Man werde daher die bisherige Geschäftspolitik beibehalten. Derzeit stünden rund 1,3 Milliarden Euro für neue Auslandsprojekte zur Verfügung.
Am Heimatdrehkreuz Frankfurt hat Fraport den Neubaubeginn für das dritte Terminal jüngst wegen der schwachen Verkehrsentwicklung auf 2015 verschoben. Voraussichtlich soll das Gebäude im Jahr 2020 in Betrieb gehen, wenn der Bedarf da ist. "Neue Gebäude nur für Partys wollen wir da nicht hinstellen", sagte Schulte.
Im Kampf um besseren Lärmschutz sei man seit Eröffnung der neuen Landebahn gut vorangekommen, berichtete der Flughafenchef, dessen Unternehmen in scharfer Kritik von Bürgerinitiativen steht. So sei zum Beispiel der steilere Landewinkel auf der neuen Bahn von rund 85 Prozent der Piloten angenommen worden, obwohl er nach internationalen Luftverkehrsregeln nicht angeordnet werden könne. Die Ergebnisse der begleitenden Lärmmessungen sollen im Herbst zusammenhängend vorgestellt werden, so Schulte. Die vorläufigen Daten sähen aber sehr gut aus. Es seien deutliche Lärmreduzierungen erreicht worden und weitere Maßnahmen liefen./ceb/DP/stw
ISIN DE0005773303
AXC0136 2013-05-22/14:06
