New York (BoerseGo.de) - Wie aus den Protokollen der letzten Mai-Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed hervorgeht, gab es zwar keine Übereinstimmung unter den Teilnehmern, zu welchem Zeitpunkt die US-Notenbank mit einer Reduzierung der Wertpapierankäufe beginnen solle, doch zeigte sich eine Reihe der Notenbanker bereit, mit der Reduzierung des Aufkaufprogramms bereits beim nächsten Treffen im Juni anzufangen. Auf der anderen Seite gab es auch eine Anzahl von Vertretern mit der Meinung, dass die Fed ihre lockere Geldpolitik ausweiten müsse, falls die Inflation weiter sinke. Ein Mitglied des Offenmarktausschusses wollte die Anleiheaufkäufe sofort beenden, während ein anderes für die Vergrößerung des Programms plädierte.
Notenbankchef Ben Bernanke hatte dem Kongress zuvor gegenüber erklärt, dass die Fed bei einer anhalten Verbesserung der Wirtschaftsdaten bei einem der nächsten Treffen mit der Einschränkung des Aufkaufprogramms beginnen könne. Aus den Protokollen ergibt sich weiterhin, dass die Fed angefangen hat, die im Jahre 2011 veröffentlichten Prinzipien ihrer Exit-Strategie zu überdenken. Die Notenbanker waren sich einig, dass die Grundprinzipien weiterhin ihre Geltung behielten, dass aber die Notenbank bei Details wahrscheinlich größere Flexibilität benötige.
