Washington (BoerseGo.de) - Die US-Regierung hat erstmals in der Öffentlichkeit die Tötung eigener Staatsbürger mit Drohnen eingeräumt. Insgesamt haben vier Menschen mit amerikanischem Pass bei solchen Anti-Terror-Angriffen außerhalb von Kriegsschauplätzen wie Afghanistan ihr Leben lassen müssen. Gezielt wurde der Al-Kaida-Prediger Anwar al-Awlaki getötet. Bei den anderen bei Drohnenanschlägen getöteten Amerikanern handelte es sich nicht um gezielte Exekutionen.
In einem von US-Justizminister Eric Holder an den US-Kongress verfassten Schreiben wird die Tötung von Awlaki als angemessen und legal bezeichnet. Das ranghohe Al-Kaida-Mitglied soll viele Terroristen zu Anschlägen angestiftet haben, die eine "unmittelbare Gefahr" für das Leben von Amerikanern bedeutet haben. Das Oberste Gericht gestattet "Maßnahmen" zum Schutz vor Terroristen, die sich im Ausland verbergen, auch wenn es sich um US-Bürger handelt, so Holder.
