Der Baukonzern Hochtief
Ende Februar hatte der spanische Hochtief-Chef Marcelino
Fernandez Verdes angekündigt, sich von großen Teilen seines zuletzt
wenig rentablen Europageschäfts zu trennen. Hochtief gehört heute
dem spanischen Baukonzern ACS
Bereits kurz nach seinem Amtsantritt als Hochtief-Chef im November hatte Verdes mit Nachdruck eine höhere Profitabilität des Essener Unternehmens gefordert. "Wir werden die richtigen Geschäfte ausbauen, effizienter arbeiten und durch ein professionelles Risikomanagement Schluss machen mit bösen Überraschungen", sagte er.
Zuletzt fand Hochtief nach jahrelangem Suchen einen Käufer für sein Flughafengeschäft. Die komplette Hochtief-Sparte soll für 1,1 Milliarden Euro an einen kanadischen Pensionsfonds gehen. Der Verkauf erfolge rückwirkend zum 1. Januar und soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen sein, hieß es Anfang Mai vor der Hauptversammlung.
Weiter auf der Verkaufsliste von Hochtief steht die Immobilientochter Aurelis. Zudem suchen die Essener einen strategischen Partner für die Projektentwicklung im Europa-Geschäft. "Die nicht zu unserem Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten werden je nach den Marktbedingungen schnellstmöglich verkauft", hatte Verdes angekündigt.
Mit den Verkaufserlösen will Hochtief Schulden abbauen und das Infrastrukturgeschäft ausbauen. Bis spätestens 2014 soll der Konzern schuldenfrei sein. Auch die Aktionäre sollen an den zukünftigen Verkäufen "angemessen" beteiligt werden, hieß es. Davon würde vor allem der hochverschuldete spanische Großaktionär ACS profitieren./fn/ep/jha/fbr
ISIN DE0006070006 ES0167050915 FI0009800643
AXC0047 2013-05-23/09:41
