Von Jacob Bunge
Vier der größten US-Optionshändler haben Börsen in den USA und Europa verklagt. Auch die Deutsche Börse ist in die US-Klagen verwickelt. Citadel LLC, Susquehanna Investmentgroup und zwei weitere Firmen werfen den Handelsplätzen vor, siebeneinhalb Jahre lang zu viele Gebühren auf Millionen von Aktiengeschäften erhoben zu haben.
Der Stein des Anstoßes: Im vergangenen Jahr haben Börsenbetreiber der Investmentbank Goldman Sachs Strafen von 6,4 Millionen Dollar auferlegt. Goldman soll Aufträge zum Kauf und Verkauf von Optionen über einen Zeitraum von sechs Jahren falsch übermittelt haben. Die Bank soll die Aufträge von Brokern und Händlern irreführenderweise als Kundenaufträge etikettiert haben, so der Vorwurf der Börsen.
Für Kundenaufträge bekommen die Broker typischerweise Geld von den Börsen. Das soll aus Sicht der Börsenbetreiber als Anreiz dienen, eigene Klienten zu den Marktplätzen umzuleiten. In ihren Augen ist es ein Missbrauch, die Aufträge von Brokern und Händlern als Kundenorder auszuweisen. Die Händler Citadel, Susquehanna, Ronin Capital und Group One sehen das anders. Sie wollen sich die Strafen zurückholen, die Goldman Sachs aufgebrummt bekommen und an sie weitergegeben hatte.
Zu den beklagten Börsen gehören die Chicago Board Options Exchange (CBOE), die International Securities Exchange (ISE) und Plätze, die von NYSE Euronext und Nasdaq unterhalten werden. Die ISE gehört zur Deutschen Börse. Vertreter von NYSE, CBOE, ISE und Nasdaq wollten zu der Klage keinen Kommentar abgeben.
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May 23, 2013 06:33 ET (10:33 GMT)
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