Der langjährige Chef der österreichischen
Raiffeisen Bank International (RBI)
Stepic war in die Kritik geraten, weil er drei Wohnungen in Singapur über zwei Offshore-Firmen gekauft und den Deal nicht seinen Gremien mitgeteilt hatte. Der Aufsichtsrat der RBI kündigte daraufhin ebenso wie die die Finanzaufsicht FMA eine Überprüfung an. Auch Notenbank-Chef Ewald Nowotny wollte sich die Deals anschauen. In einer ersten Stellungnahme teilte Stepic mit, dass es sich bei den Firmen "nicht um Offshore-Konstruktionen" handele, sondern "um reale Immobilien-Investments". Eine Immobilie sei inzwischen verkauft und die Erträge entsprechend versteuert worden.
Über die Geschäfte hatten am Donnerstag die "Süddeutsche Zeitung" und das österreichische Magazin "News" berichtet. Die Enthüllungen sind Teil des "Offshore-Leaks"-Projekts, bei dem zahlreiche Medien Datensätze über vermeintlich dubiose Finanztransaktionen von rund 130.000 Vermögenden auswerten. Mit Offshore-Finanzplätzen sind in der Regeln Steueroasen gemeint./enl/zb/fbr
ISIN AT0000606306
AXC0042 2013-05-24/09:15
