--Post bestätigt Auftrag zu Telekom-Dienstleistungen der Deutschen Telekom
--Auftrag hat Gesamtwert von 750 Millionen Euro über mehrere Jahre - Dokument
--Telekom sieht sich als alleiniger Telekomdienstleister der Post - Dokument
--Post verweist auf bestehende Verträge mit Telekom-Konkurrenten
(NEU: Post-Sprecher)
Von Archibald Preuschat
Die Deutsche Post hat einen Rahmenvertrag mit der Telekom-Tochter T-Systems vorzeitig verlängert und erweitert. Der Telekommunikationsdienstleister betreibt künftig für das Bonner Post- und Logistikunternehmen Rechenzentren, stellt andere IT-Infrastrukturen bereit und verantwortet den Betrieb von Arbeitsplatzsystemen im Unternehmen, wie die Deutsche Post mitteilte.
Darüber hinaus haben die Partner auch für die mobile Kommunikation innerhalb Deutschlands Dienstleistungen vereinbart. Die Telekom verwaltet künftig einen Teil der mobilen Endgeräte, so die Deutsche Post. Die Deutsche Telekom übernimmt zudem ein weiteres Rechenzentrum des Unternehmensbereichs Brief, so ein Sprecher der Post. Dessen 30 Mitarbeiter wechseln zur Telekom-Großkundensparte.
Über den Umfang des Vertrages gibt es allerdings widersprüchliche Angaben. In einem internen Dokument, in das das Wall Street Journal Einsicht hatte, spricht die Deutsche Telekom davon, dass die Post damit erstmals alle Telekomdienstleistungen vom ehemaligen Schwesterbetrieb bezieht. Dieser Darstellung widersprach der Post-Sprecher. Demnach kümmert sich seit Beginn 2012 die Telekom-Mitbewerberin Vodafone um den Löwenanteil der Mobilfunkanschlüsse. Auch im Ausland arbeitet die Deutsche Post noch mit mehreren anderen Telekomanbietern zusammen.
Der Vertrag mit der Telekom läuft bis 2017 und hat einen Gesamtwert von 750 Millionen Euro, wie aus dem internen Dokument der Deutschen Telekom weiter hervorgeht. Zum Volumen des Vertrages machte die Post dagegen keine konkreten Angaben. Ein Sprecher bezifferte den Wert des ursprünglich bis 2014 geschlossenen Vertrages auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Er sei bereits vor einigen Wochen verlängert worden.
Das Wall Street Journal Deutschland hatte bereits im Dezember über die Verhandlungen zwischen Post und T-Systems über den Outsourcing-Vertrag berichtet. Er gehört zu den größeren der Telekom-Tochter, reicht im Wert aber nicht an den mit dem Ölmulti Shell heran, der im vergangenen Dezember abgeschlossen wurde.
In der IT-Outsourcingbranche herrscht derzeit ein harter Wettbewerb, durch den die Margen der einzelnen Dienstleister unter hohem Druck stehen.
Kontakt zum Autor: archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/kib/jhe/kgb/mgo
(END) Dow Jones Newswires
May 23, 2013 11:07 ET (15:07 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
