FEIERTAGSHINWEIS
FREITAG: In den USA findet wegen des montäglichen Memorial Day nur ein bis 20.00 Uhr MESZ verkürzter Anleihenhandel statt.
MONTAG: In Großbritannien bleiben die Börsen wegen des Spring Bank Holiday, in den USA wegen des Memorial Day geschlossen.
MÄRKTE AKTUELL (18.15 Uhr)
INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.776,78 -2,05% Stoxx-50 2.783,81 -2,07% DAX 8.351,98 -2,10% FTSE 6.696,79 -2,10% CAC 3.967,15 -2,07% DJIA 15.325,05 +0,12% S&P-500 1.653,07 -0,14% Nasdaq-Comp. 3.463,01 -0,01% Nasdaq-100 2.998,30 -0,03% Nikkei-225 14.483,98 -7,32% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 144,45 +15
FINANZMARKT USA
Die weltweiten Aktienmärkte stehen am Donnerstag zwar deutlich unter Druck, doch an der Wall Street fallen die Abgaben vergleichsweise moderat aus. Als Stütze für den Dow-Jones-Index erweist sich hier die Aktie von Hewlett-Packard (HP), die nach guten Zahlen und einem positiven Ausblick 13,5 Prozent gewinnt. Doch übergeordnet belastet die Angst vor einem Drosseln der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank, die mit den Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke und dem Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwoch bereits geschürt wurde. Dazu kommen nun noch schwache Daten aus China, denn der HSBC-Einkaufsmanagerindex enttäuschte auf ganzer Linie. Gute Nachrichten gibt es erneut vom US-Immobilienmarkt. So hat sich Anstieg der US-Hauspreise im März deutlicher als erwartet beschleunigt. Die Zahl der US-Neubauverkäufe hat sich im April besser entwickelt als erwartet und war auch im Vormonat deutlich höher als bisher angenommen. Die Häuserpreise erreichten zudem den höchsten Wert in der bis 1963 zurück reichenden Datenreihe.
FINANZMÄRKTE EUROPA
Ängste über ein baldiges Ende der Anleihekäufe durch die US-Notenbank, schwache Wirtschaftsdaten aus China und der Einbruch des Nikkei-Index in Japan um mehr als 7 Prozent drückten die Märkte. Kein einziger Blue-Chip-Index in Europa schloss im Plus. Von noch tieferen Kursen erholten sich die Aktien dank stabiler US-Börsen. Dort waren die US-Neubauverkäufe und die Arbeitsmarktdaten besser als erwartet ausgefallen. Heftige Verluste von über 3 Prozent trafen im Stoxx-600 besonders konjunktursensible Branchen wie Banken, Autos und den Rohstoffsektor. Letzterer war mit 3,4 Prozent Minus schwächster Sektor in Europa. Händler machten dafür die chinesischen Daten verantwortlich. Auch bei den Top-Performern der vergangenen Woche wurde die Notbremse gezogen. Ganz oben bei den Verlierern standen die Autowerte. Peugeot-Citroen brachen um 5,3 Prozent ein, Fiat um 4,1 Prozent. BMW und VW fielen um je 2,6 Prozent, Daimler 3,3 Prozent. Finanzwerte wie Allianz gaben 3,5 Prozent nach. Deutsche Bank fielen am Tag der Hauptversammlung um 3,4 Prozent. Hauptverlierer waren aber die italienischen Branchenmitglieder wie Intensa Sanpaolo und Unicredit, die bis über 4 Prozent einbüßten.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt '+/- % Do.,8.45 Mi, 17.45 Uhr EUR/USD 1,2939 0,82% 1,2833 1,2887 EUR/JPY 131,9110 1,05% 130,5416 133,1782 EUR/CHF 1,2528 0,03% 1,2525 1,2611 USD/JPY 101,9150 0,22% 101,6905 103,3450 GBP/USD 1,5116 0,60% 1,5026 1,5057
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Die Vorzeichen einer geldpolitischen Zeitenwende in den USA haben an den ostasiatischen Finanzmärkten für teils heftige Verwerfungen gesorgt. Nach ihrer rasanten Rally der vergangenen Monate stürzten die Kurse an der Tokioter Börse regelrecht ab, der Nikkei verlor 7,3 Prozent. Der vorläufige HSBC-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe ist im Mai auf 49,6 Punkte gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Unter Abgabedruck standen in Tokio insbesondere zinssensible Aktien. Nachdem die Rendite für zehnjährige japanische Staatsanleihen auf über 1 Prozent gestiegen ist, verloren beispielsweise Nomura Real Estate 11,5 Prozent und Aiful 12,9 Prozent. Auch an den anderen Börsen der Region fielen die Verluste kräftig aus. In Sydney ging es um 2 Prozent bergab. Die Sorgen vor einem Nachlassen der Nachfrage nach Rohstoffen sorgten insbesondere bei Minenwerten für Verluste. Rio Tinto verloren 2,1 Prozent und Fortescue Metals sogar 2,8 Prozent. In Schanghai fiel das Minus mit 1,2 Prozent fast schon verhalten aus angesichts des enttäuschenden HSBC-Index. Händler sprachen nach den schwachen Konjunkturdaten von Hoffnungen auf Förderprogramme der chinesischen Regierung. Dies habe den Markt zumindest etwas gestützt. Unter Abgabedruck standen dennoch konjunktursensible Bau- und Rohstoffwerte. China Coal verloren 4,1 Prozent und Huaxin Cement 3,4 Prozent.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR
Post bestätigt Multi-Millionen-Auftrag an Telekom-Tochter T-Systems
Die Deutsche Post hat einen Rahmenvertrag mit der Telekom-Tochter T-Systems vorzeitig verlängert und erweitert. Der Telekommunikationsdienstleister betreibt künftig für das Bonner Post- und Logistikunternehmen Rechenzentren, stellt andere IT-Infrastrukturen bereit und verantwortet den Betrieb von Arbeitsplatzsystemen im Unternehmen, wie die Deutsche Post mitteilte.
Gabelstaplerhersteller Kion schließt Werk in Wales
Der Wiesbadener Gabelstaplerhersteller Kion schließt sein Werk in Wales. Bis Oktober dieses Jahres soll die Fabrik in Merthyr Tydfil stillgelegt sein, gab die Kion-Gruppe bekannt. Dort werden Schwerstapler der Marke Linde hergestellt.
Leifheit stoppt Verkauf - Vorstandschef muss gehen
Die Leifheit AG wird nicht verkauft und entlässt seinen Vorstandschef. Er verlässt den Hersteller von Haushaltsartikeln wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Konzerns".
S&P stuft Telecom Italia herab
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat ihr Rating für Telecom Italia heruntergesetzt. Sowohl langfristige als auch kurzfristige Anleihen des größten italienischen Telekommunikationsunternehmens werden jetzt mit "BBB-" bewertet und sind so nur noch eine Stufe vom Ramschstatus entfernt.
Befürworter von UBS-Aufspaltung treffen Bank-Management - Kreise
Die Vermögensverwaltung Knight Vinke darf nun auch dem Topmanagement der UBS AG ihre Ideen über eine Aufspaltung der Großbank vortragen. Vertreter des Finanzaktivisten würden sich kommende Woche mit dem UBS-Finanzchef Tom Naratil treffen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.
DJG/raz
(END) Dow Jones Newswires
May 23, 2013 12:16 ET (16:16 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
