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FEIERTAGSHINWEIS
FREITAG: In den USA findet wegen des montäglichen Memorial Day nur ein bis 20.00 Uhr MESZ verkürzter Anleihenhandel statt.
MONTAG: In Großbritannien bleiben die Börsen wegen des Spring Bank Holiday, in den USA wegen des Memorial Day geschlossen.
TAGESTHEMA
Nach dem Absturz des japanischen Aktienmarkts und den heftigen Kursausschlägen bei Staatsanleihen am Donnerstag bemüht sich die Bank of Japan (BoJ) darum, an den Finanzmärkten die Wogen zu glätten. BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda sagte, die BoJ wolle bei ihren Markteingriffen flexibler vorgehen und besser mit den Märkten kommunizieren. Am Vortag war die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf bis zu 1 Prozent gestiegen, während der Nikkei-Index 7,3 Prozent verlor. Am Freitag hat der Nikkei nach anfänglichen Gewinnen erneut ins Minus gedreht. Der Yen wertete deutlich auf. Kuroda sagte, dass die Zentralbank stärkere Kursschwankungen bei Staatsanleihen verhindern wolle. Zugleich machte er aber deutlich, dass die BoJ höhere Anleiherenditen kaum verhindern könne. Entscheidend für die langfristigen Zinsen seien Risikoprämien, sowie Wachstums- und Inflationserwartungen, sagte er.
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April
PROGNOSE: +1,3% gg Vm
zuvor: -6,9% gg Vm
ÜBERSICHT INDIZES
INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.648,80 -0,07% Nasdaq-Future 2.990,75 -0,05% Nikkei-225 14.243,14 -1,66% Hang-Seng-Index 22.558,67 -0,49% Shanghai-Composite 2.279,04 +0,11% Kospi 1.973,76 +0,23% S&P/ASX 200 4.970,70 -1,81%
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Nach dem spektakulären Kursabsturz am Donnerstag geht es zum Wochenschluss in Tokio bei sprunghaften Kursbewegungen weiter hoch her. Zunächst gestützt von einem wieder etwas schwächeren Yen, positiven Konjunkturdaten aus Europa und vom US-Immobilienmarkt legte der Nikkei-Index im frühen Handel um gut 3 Prozent auf 14.953 Punkte zu. Dann drehte er aber abrupt ins Minus. Grund für die Verluste in Japan dürften wie bereits am Vortag Gewinnmitnahmen nach der monatelangen Aufwärtsbewegung sein, so ein Händler. Nach anfänglichen Gewinnen stehen insbesondere Finanzwerte unter Abgabedruck. So verlieren Mitsubishi UFJ Financial 3 Prozent und Aiful 3,6 Prozent. Gefragt sind dagegen Sharp. Nachdem sie am Vortag um rund 10 Prozent eingebrochen waren, erholen sie sich nun um 3,6 Prozent. Während es in Sydney nach wie vor belastet von den jüngsten schwachen Konjunkturzahlen aus China und dem drohenden Ende der ultralockeren US-Geldpolitik erneut deutlich bergab geht, bewegen sich die Börsen in Südkorea und China kaum. Gestützt vom boomenden U-Bahn-Ausbau in den großen chinesischen Städten sind Aktien von Eisenbahnausrüstern gefragt. In Australien stehen weiterhin Finanzwerte unter Abgabedruck. Belastet von Sorgen über eine nachlassende Rohstoffnachfrage aus China geben zudem Rohstoffwerte weiter nach.
US-NACHBÖRSE
Pandora Media und Marvell Technology haben im nachbörslichen US-Aktiengeschäft mit ihren Quartalszahlen überzeugt. Für Pandora ging es auf nasdaq.com bis 19.59 Uhr Ortszeit New York um 8,2 Prozent aufwärts. Der Internet-Radio-Anbieter hatte wie erwartet einen Verlust von 10 Cents je Aktie berichtet, aber einen etwas besser als erwartet ausgefallenen Umsatz. Auch der Umsatzausblick fiel höher aus als bislang von Analysten geschätzt. Die Aktie des Kommunikationschip-Herstellers Marvell Technology machte 6,7 Prozent gut. Marvell hatte sowohl beim Ergebnisse wie auch beim Umsatz die Konsensprognosen geschlagen und gefiel auch damit dem Umsatzausblick. Deutlich abwärts ging es dagegen mit der Aktie des Kaufhausbetreibers Sears. Sie verlor 12,3 Prozent, nachdem Sears einen doppelt so hohen Verlust im Quartal ausgewiesen hatte wie erwartet. Der Umsatz fiel dagegen etwas besser aus als prognostiziert. Sears teilte zudem mit, zur Verbesserung der Liquiditätslage diverse Strategien zu prüfen wie einen Verkauf, ein Gemeinschaftsunternehmen oder auch eine Kapitalaufstockung. Salesforce.com verloren 6,3 Prozent, belastet von einem verhaltenen Ausblick des Softwareunternehmens auf das zweite Quartal. Negativ reagierte der Markt auf den Gewinnausblick des Bekleidungseinzelhändlers Gap. Gap rechnet 2013 mit 2,52 bis 2,60 Dollar, während Analysten bislang von 2,72 Dollar je Aktie ausgingen. Gap verloren 2,2 Prozent.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 15.294,50 -0,08 -12,67
S&P-500 1.650,51 -0,29 -4,84
Nasdaq-Comp. 3.459,42 -0,11 -3,88
Nasdaq-100 2.991,45 -0,26 -7,68
Vortag
Umsatz (Aktien) 0,81 Mrd 0,85 Mrd
Gewinner 1.288 686
Verlierer 1.802 2.431
Unverändert 141 97
Während die weltweiten Aktienmärkte am Donnerstag stark unter Druck standen, fielen die Abgaben an der Wall Street vergleichsweise moderat aus. Ein Grund war das Plus von 17,1 Prozent bei Hewlett-Packard, nachdem der PC-Hersteller überraschend gute Zahlen für das zweite Quartal vermeldet hatte und zudem einen positiven Ausblick gab. Auch sei es zu Gelegenheitskäufen gekommen. "Es gibt weiterhin Anleger die in Aktien untergewichtet sind und die Schwächephase zu einem Einstieg genutzt haben", so Analyst Wasif Latif von USAA Investments. Übergeordnet belastete allerdings die Angst vor einem Drosseln der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank, die am Vortag mit den Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke und dem Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung geschürt wurde. Dazu kamen schwache Daten aus China, wo der HSBC-Einkaufsmanagerindex enttäuschte. Leicht positiv fielen die US-KOnjunkturdaten des Tages aus. Ebenfalls gesucht waren im Dow-Jones-Index Boeing mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent und Merck & Co, die um 1,3 Prozent zulegten.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 97-18/32 +1/32 2,02% 30-Jährige 93-27/32 +9/32 3,19%
Der US-Anleihemarkt zeigte sich nach den deutlichen Abgaben des Vortages mit einer leichten Erholung. Teilnehmer verwiesen aber auf die sehr hohe Volatilität des Marktes, nach den Aussagen von Fed-Chairman Bernanke am Vortag. "Der Markt ist sensibilisiert für Hinweise zum weiteren Vorgehen der Fed", so Analystin Kim Rupert von Action Economics. Die Rendite der zehnjährigen Papiere lag kaum verändert bei 2,02 Prozent.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 10.35 EUR/USD 1,2922 -0,1% 1,2932 1,2890 EUR/JPY 131,5205 -0,3% 131,8916 130,0294 USD/JPY 101,8140 -0,2% 101,9890 100,8670 USD/KRW 1127,3500 -0,1% 1128,8000 1128,8000 USD/CNY 6,1293 -0,1% 6,1340 6,1344 AUD/USD 0,9676 -0,7% 0,9740 0,9656
Der Dollar gab einen Teil der Gewinne vom Vortag wieder ab. Der Euro kletterte damit wieder über die Marke von 1,29 Dollar und auch der Yen machte deutlich Boden gegenüber dem Greenback gut. Im späten US-Handel notierte der Euro bei 1,2936 Dollar.
++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 93,78 94,25 -0,50 -0,47 Brent/ICE 102,31 102,44 -0,13 -0,13
Der Ölpreis fiel mit den schwachen Daten aus China und Sorgen um eine schwächelnde Weltwirtschaft zunächst bis auf 92,21 Dollar je Barrel zurück. Mit den wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten konnte der Preis für ein Barrel der Sorte WTI seine Abgaben allerdings wieder aufholen. Die Daten hätten die Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage in den USA etwas verstärkt, hieß es. Zum Settlement mussten 94,25 Dollar bezahlt werden, drei Cent weniger als noch am Vortag.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.392,14 1.391,10 +0,1% +1,04 Silber (Spot) 22,54 22,61 -0,3% -0,07 Platin (Spot) 1.457,25 1.461,94 -0,3% -4,69 Kupfer-Future (Mai) 3,29 3,30 -0,3% -0,01
Der Preis für die Feinunze Gold erholte sich von den Vortagesabgaben und notierte zum Settlement bei 1.391,80 Dollar, ein Plus von 1,8 Prozent. Es war damit der höchste Stand seit einer Woche. Mit den deutlichen Abgaben an den weltweiten Aktienmärkten hätten die Anleger wieder verstärkt nach "sicheren Häfen" Ausschau gehalten, wovon der Goldpreis profitiert habe, so ein Teilnehmer.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
PROCTER & GAMBLE
Der Konsumgütergigant holt seinen früheren Chef A.G. Lafley zurück. Nachdem der US-Konzern Investoren wiederholt enttäuscht hatte, soll es der alte Chef nun richten und Procter & Gamble zurück zu alten Wachstumsraten führen.
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(END) Dow Jones Newswires
May 24, 2013 01:47 ET (05:47 GMT)
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