Den spanischen Banken drohen neue teure Rückschläge. Nachdem in den vergangenen Jahren die geplatzte Immobilienblase den Instituten schwer zugesetzt hatte, droht nun wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise weiteres Ungemach. Wie die "Financial Times" (Freitag) berichtete, rechnet die spanische Zentralbank damit, dass die Banken bis zu 10 Milliarden Euro zusätzliche Rückstellungen für erst vor kurzem verlängerte Unternehmenskredite bilden müssen. Die Notenbank hatte zuletzt die Vorgaben für die Risikoberechnung der Banken verschärft, um neuerliche Schieflagen zu vermeiden. So sollen die Institute zu einer ausreichenden Risikovorsoge gezwungen werden.
Noch sei unklar, wie stark die Ergebnisse der Institute belastet werden, zitierte das Blatt einen nicht genannten Zentralbanker. Die Gewinne der Banken stehen wegen der schwachen Wirtschaft in Spanien ohnehin schon unter Druck. In den vergangenen Jahren mussten sie zudem immer wieder neues Geld für mögliche Ausfälle von Immobilienkrediten zurücklegen. Dieses Thema rückt zwar inzwischen in den Hintergrund, dafür werden die Probleme mit Unternehmenskrediten größer. Die Pleiten nehmen zu.
Laut Zeitung dürfte dies vor allem den kleineren und ohnehin
schon schwer belasteten Banken zusetzen. Die Zentralbank geht
allerdings laut Zeitung bislang davon aus, dass die Branche die
Probleme bewältigen kann. Die Großbanken Santander
ISIN ES0113900J37 ES0113211835
AXC0030 2013-05-24/08:36
