Von Hans Bentzien
Das Konsumklima in Deutschland hat sich unerwartet verbessert. Der vom Marktforschungsinstitut Gfk für Juni erhobene Indikator des Konsumklimas stieg entgegen den Erwartungen von 6,2 auf 6,5 Punkte. Dies dürfte die Erwartung verstärken, dass der private Konsum eine Stütze der deutschen Konjunktur bleiben wird. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten eine Stagnation auf dem Vormonatsniveau erwartet.
"Konjunktur- und Einkommenserwartung legen leicht zu, während die Anschaffungsneigung ihr insgesamt sehr hohes Niveau noch einmal bestätigt", fassten die Konsumforscher den Eindruck ihrer jüngsten Umfrage zusammen. Nach den leichten Verlusten im Vormonat stieg die Konjunkturerwartung um 1,3 Zähler und lag mit -0,2 Punkten in etwa auf seinem langjährigen Durchschnitt von null Punkten.
Die Einkommenserwartungen der Konsumenten erhöhten sich erneut und erreichten nach einem Anstieg um 3,1 auf 33,9 Punkte den höchsten Stand seit Juli 2012. Kaum verändert gegenüber dem Vormonat zeigte sich die Anschaffungsneigung. Der Indikator gewann 0,1 Punkt und lag bei 37,7 Punkten, dem höchsten Stand seit März 2012.
Die deutschen Konsumenten sind im ersten Quartal 2013 rechnerisch die einzige Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen, während traditionelle Wachstumstreiber wie Export und Investitionen enttäuschten. Der Grund für die gute Stimmung ist die anhaltend günstige Lage am Arbeitsmarkt.
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May 24, 2013 02:10 ET (06:10 GMT)
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