Google
Google sei enttäuscht über die Entscheidung, sagte ein Sprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das Unternehmen werde nun die nächsten Schritte prüfen. Google kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.
Mit dem Urteil vom späten Donnerstag endet ein Verfahren, das seit Herbst 2010 lief und zunächst mehr Patente betraf. Google hatte in der Zwischenzeit den Handy-Pionier Motorola übernommen.
Motorola sah ursprünglich fünf Patente verletzt. Dabei ging es unter anderem um wesentliche Techniken, etwa für die drahtlose Übertragung zwischen Konsole und Controller sowie zur Videokomprimierung. Einige der Patente zog Google im Laufe des Verfahrens zurück. Zuletzt ging es nur noch um ein Schutzrecht.
Das Verfahren ist Teil eines auch in Deutschland ausgetragenen
Patentkonflikts zwischen den beiden Technologie-Schwergewichten.
Microsoft
Google verzichtet allerdings inzwischen auf den juristischen Einsatz von Motorola-Patenten, die zum Grundstock von technischen Standards gehören, nachdem Wettbewerbshüter diese Praxis kritisch beäugt hatten. Der Internet-Konzern hatte den verlustreichen Handy-Pionier Motorola für 12,5 Milliarden Dollar gekauft. Das erklärte Ziel dabei war, das Patent-Arsenal hinter Android zu stärken.
Die ITC kann die Einfuhr von Geräten in die USA verbieten, wenn Patente verletzt wurden. Die bedrohlich klingende Maßnahme erwies sich aber eher als stumpfes Schwert, weil die Verfahren lange dauern und die Kommission sehr vorsichtig vorgeht./so/gri/DP/jha
ISIN US38259P5089 US5949181045
AXC0094 2013-05-24/11:36
