Nach schwachen
chinesischen Wirtschaftsdaten haben die wichtigsten asiatischen
Börsen am Donnerstag rasant nachgegeben. Am schlimmsten erwischte es
den Tokioter Aktienmarkt: So fiel der Nikkei-225-Index
Der Stoxx Asia/Pacific 600
Zu den massiven Verlusten in Asien kam es, nachdem der von der HSBC ermittelte chinesische Einkaufsmanager-Index erstmals seit sieben Monaten unter die Schwelle von 50 gefallen war. Experten hatten mit einem Wert darüber gerechnet. Unter dieser Grenze signalisiert der Index einen schrumpfenden Industriesektor. Damit mehren sich die Zeichen, dass die Wirtschaft in China an Fahrt verliert.
Bereits zuvor hatten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke die Kauflust der Anleger gebremst. Bernanke hatte zwar zunächst Spekulationen über einen raschen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik gedämpft, allerdings eingeräumt, dass das Tempo der monatlichen Anleihenkäufe bei den nächsten Fed-Sitzungen durchaus gedrosselt werden könne. Er betonte jedoch auch, dass eine kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Voraussetzung für eine solche Tempodrosselung sei.
Der Markt habe nach einer Ausrede für eine Korrektur gesucht, kommentierte ein Investmentstratege in Sidney den Handelstag. Bernankes Kommentare und die China-Daten hätten dafür die perfekte Vorlage geliefert. Rein technisch gesehen seien die japanischen Aktien überkauft und damit ohnehin anfällig für einen Rücksetzer gewesen, fügte er hinzu.
In Tokio verloren die exportorientierten Werte Toyota 5,1 Prozent und Canon 3,9 Prozent. Die Papiere des japanischen Immobilienentwicklers Mitsubishi Estate fielen infolge steigender Anleihenrenditen um 9,3 Prozent. Auch die Titel der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ Financial sackten um 9,3 Prozent ab./edh/rum/zb
ISIN XC0009692440 HK0000004322 XC0009693018
AXC0059 2013-05-23/10:34
