Ben Bernanke hat zwar angekündigt, dass QE3 vorerst kein Ende nehmen wird. Allerdings gibt es Signale, die auf das Gegenteil hindeuten. In der Mai-Sitzung Fed zeigte sich ein Gutteil der Währungshüter bereit, schon bei der kommenden Sitzung am 18. und 19. Juni über eine Drosselung der massiven Anleihekäufe zu sprechen. "Bernanke hat sich hier noch nicht richtig entscheiden können. Ich denke ganz ehrlich, dass Bernanken wahrscheinlich die absolute Taube ist im FOMC ", erklärt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt von ING DiBa. Er schlussfolgert, das Bernanke eigentlich gern bis zum vierten Quartal alles so belassen will, wie es ist.
"Wir haben gesehen, dass die Konjunktur eigentlich alle überrascht hat. Die meisten haben doch erwartet, dass diese ganze Fiskalklippe und die Steuererhöhung doch eigentlich zu einer stärkere Schwächung der Konjunktur hätten führen müssen", so Brzeski. Das ist allerdings nicht eingetreten. Im Gegenteil die Wirtschaft hat wieder angezogen und wenn das so weiter geht, geht Brzeski davon aus, dass "das Wort Exit häufiger von der Fed zu hören sein wird und das vielleicht im dritten Quartal passieren sollte". Sollten sich die Steuererhöhungen aber doch noch auf die konjunkturelle Entwicklung in den USA auswirken, rechnet Brzeski erst ab dem vierten Quartal mit Diskussionen um den Exit.
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Wie Brezski die hohen Abschläge im Nikkei einschätzt und ob er eine Trendwechsel an den Kapitalmärkten erwartet, erfahren Sie im Interview.
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