E.ON hat mit seinen Zahlen am Dienstag die Messlatte für RWE hochgelegt. Doch die Erwartungen der RWE-Aktionäre wurden enttäuscht. Der Nettogewinn ist um fast 40 Prozent auf 979 Millionen Euro eingebrochen. Eine Sonderzahlung von Gazprom in Höhe von einer Milliarde Euro hat den sogenannten nachhaltigen Nettogewinn von RWE dann noch etwas aufgehübscht.
Anleger spekulieren seit Monaten auf eine Trendwende bei den deutschen Versorgertiteln. Analyst Aaron Alber, Raiffeisen Bank International, geht nicht davon aus, dass die Aktien von RWE und E.ON ihre Tiefs schon hinter sich haben: "Wir sehen, dass beide Unternehmen zwar günstig bewertet sind, wenn man sich das KGV ansieht, und auch mit schönen Dividendenrenditen glänzen. Allerdings sehen wir hier auch die Gefahr von Dividendenkürzungen", so Alber. "Die Unternehmen müssen die Verschuldung zurückführen, sie müssen die Wertberichtigungen stemmen, die noch auf sie zukommen im Zuge der Abschaltungen von Kraftwerken, die unrentabel geworden sind. Also es ist wahrlich kein einfacher Weg für die beiden Versorger."
Interview mit Analyst Aaron Alber verpasst? Hier können Sie sich das Video noch mal ansehen: RWE und E.ON: Analyst sieht keine Anzeichen für Trendwende
Lesen Sie zu diesem Thema auch folgenden Artikel bei DER AKTIONÄR Online:
RWE: Wie gut sind die Zahlen?
Hier geht's zum Video
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