Die Mitarbeiter des Saatgutproduzenten KWS Saat bekommen mehr Geld. Nach ganztägigen Verhandlungen einigten sich die Tarifpartner auf eine Erhöhung der Einkommen und zusätzliche Verbesserungen, wie ein Konzernsprecher am Dienstag mitteilte. Das Einbecker Unternehmen und die Gewerkschaft IG Bau sprachen bei dem ausgehandelten Gesamtpaket von durchschnittlich 6,8 Prozent Plus - allerdings gerechnet auf den Zeitraum der kommenden 24 Monate. Deutschlandweit zähle der Konzern 1500 Mitarbeiter - davon 1200 tarifgebunden. Weltweit seien es 4500.
Der Kompromiss sieht vor, dass das Gehalt aller 1200 tariflich gebundenen Mitarbeiter von diesem Juli an 4,0 Prozent höher ausfällt. Zudem gebe es diesen Juli Einmalzahlungen von je 1000 Euro brutto - und zwar unabhängig von der jeweiligen Einkommensklasse, sagte der Sprecher. Davon profitieren untere Entgeltgruppen vergleichsweise stärker. Die KWS begründete die Zuwächse mit "der gegenwärtigen guten Ertragslage".
Zudem erhöhte das Unternehmen den Spielraum bei den erfolgsabhängigen Vergütungen. Diese Boni hängen an der Dividende, die das Unternehmen ausschüttet und waren bisher bei einem vollen Monatsbrutto gedeckelt - künftig werden 50 Prozent mehr drin sein.
Auszubildende bekommen darüber hinaus 50 Euro mehr pro Monat. Zusätzlich gibt es für die Lehrlinge diesen Juli ebenfalls eine Einmalzahlung, die bei brutto 350 Euro liegt. Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich auch, die Leiharbeit im Konzern stärker zu reduzieren. Dieses Vorhaben solle "im Rahmen der unternehmerischen Möglichkeiten" geschehen. KWS Saat sprach auf Nachfrage von einer "geringen" Leiharbeiterquote./rek/mbt/DP/kja
ISIN DE0007074007
AXC0134 2013-06-11/13:36
