In dieser Woche steht wieder die US-Notenbank Fed im Fokus. Am Mittwoch wird Ben Bernanke beim Offenmarktausschuss vor die Kameras treten. Auch der New Yorker Händler Ben Willis (Albert Fried Company) wird genau zuhören: "Alles, was Bernanke sagt, ist wichtig. Die Welt klebt an seinen Lippen, um zu erfahren wie er die expansive Geldpolitik zurückfahren will. Er bereitet die Märkte darauf vor, wann und wie das geschehen wird."
Willis ist sich sicher, dass die Notenbank noch in diesem Jahr mit dem Zurückfahren der Maßnahmen beginnen wird: "Sie werden reduzieren, falls sie nicht schon damit begonnen haben." Die momentanen Kursschwankungen sieht der Händler für die Wall Street aber positiv: "Volatilität ist eine gute Sache. Gerade für die Profis, die dann ihre ganze Erfahrung einsetzen können. Allerdings sehen wir auch ein sehr geringes Handelsvolumen, deswegen ist der Aktienhandel etwas komplizierter." Zurzeit würden gerade die Großinvestoren den Markt bewegen. Daher komme die Volatilität, so Willis: "Viele haben auf Tiefststände im Real Estate Trust gewartet. Ich denke, dass ist ein kluges Investment. Auch der Auto-Sektor wäre interessant." Mit Blick auf die Einzelhandelsumsätze in der vergangenen Woche betont Ben Willis die Bedeutung der privaten Ausgaben: "Jeder sagt immer, dass die US-Wirtschaft vom Konsumenten bestimmt wird und ja, wir schauen darauf. Wir schauen in der ganzen Welt nach der Kaufkraft, vor allem auch in China und Europa. Das ist ein guter Indikator für den Zustand der Wirtschaft." Langfristig erwartet Willis einen Aufwärtstrend, kurzfristig wünscht er sich aber: "Einen gesunden Rückzieher."
Das original englische Interview finden Sie hier.
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