Der Einstieg von Liberty Global
Im frühen Handel verteuerten sich die Kabel-Papiere an der
MDax-Spitze um knapp vier Prozent auf 85,70 Euro. Sie waren damit
der mit Abstand größte Gewinner im Mittelwerteindex. Seit dem
Wiederaufflammen der Übernahmespekulationen Mitte der vergangenen
Woche haben sie nunmehr um knapp 15 Prozent zugelegt. Der MDax
ANALYSTIN HÄLT PREIS ZWISCHEN 97 UND 108 EURO JE AKTIE FÜR MÖGLICH
Sollte es zu einer Übernahmeschlacht kommen, dürften 85 Euro je Anteilsschein kaum ausreichen, kommentierte ein Händler die jüngste Entwicklung. Der "Sunday Times" zufolge fordere das Kabel-Management bereits elf Milliarden Euro von Vodafone. Das entspräche einem Preis je Aktie von etwas mehr als 90 Euro.
Auch Commerzbank-Analystin Heike Pauls sieht im Fall einer Akquisition einen Preis deutlich über den von der 'FT' genannten 85 Euro. Die Spanne dürfte zwischen 97 und 108 Euro liegen, schrieb die Expertin in einem Morgenkommentar. Ähnlich äußerte sich Investmentanalyst Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg. Wie erwartet sei Vodafone nicht der einzige Interessent für Kabel Deutschland, was für den Aktienkurs positiv sei, schrieb er in einer Studie. Angesichts der Finanzstärke der potenziellen Bieter sowie der strategischen Bedeutung einer Übernahme von Kabel könnte der Preis über die bisher im Raum stehenden Zahlen steigen.
Ganz so optimistisch sind aber nicht alle Analysten. In der Vorwoche hatten bereits die Experten der Investmentbank Espirito Santo darauf hingewiesen, dass Vodafone vermutlich um die 85 bis 90 Euro je Aktie bieten müsste, um eine Einigung mit dem Kabel-Deutschland-Management zu erzielen. Ein Preis in dieser Höhe wäre allerdings eine bittere Pille und eventuell zu viel für Vodafone, schrieb Analyst Andrew Hogley in der Studie./mis/rum
ISIN GB00B16GWD56 DE000KD88880 US5312291025
AXC0045 2013-06-18/09:38
