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MÄRKTE ASIEN/Talfahrt in Tokio geht weiter - Nikkei unter 14.000

Der festere Yen und die Zurückhaltung vieler Marktakteure zum Start einer Woche, die prall gefüllt ist mit Quartalsberichten von Unternehmen und wichtigen Konjunkturdaten sorgen am Montag an den meisten Börsen in Ostasien für rote Vorzeichen. Zudem stehen in den USA, Großbritannien und Europa wichtige Notenbanksitzungen auf dem Programm. In Tokio geht es erneut steil abwärts, der Nikkei-Index verliert 2,2 Prozent auf 13.818 Punkte und liegt mit dem bereits vierten Tagesminus in Folge erstmals seit Anfang Juli wieder unter der 14.000er Marke. Zweitgrößter Verlierer ist Schanghai, wo der Index 1,6 Prozent abgibt.

Teilnehmer in Tokio machen besonders den weiter erholten Yen für das Minus verantwortlich. Zudem ist der Anstieg der Einzelhandelsumsätze in Japan im Juni mit 1,6 Prozent im Jahresvergleich niedriger ausgefallen als gedacht. Der Dollar hat sich im Tagestief auf unter 97,70 Yen verbilligt, nachdem er am Freitag noch deutlich über 99 Yen gelegen hatte.

Wie wichtig ein schwacher Yen für die Ergebnisse der Unternehmen ist, lässt sich an den Prognosen für die durchschnittlich erwarteten Gewinnzuwächse der Unternehmen ablesen. Bei multinationalen Unternehmen werde im Konsens ein Anstieg um 75 Prozent, bei mehr binnenmarktorientierten Unternehmen von lediglich 33 Prozent erwartet, so Marktstratege Evan Lucas von IG Markets. Er betont, dass die "Abenomics" genannte Politik von Ministerpräsident Shinzo Abe den Yen zum Dollar in den vergangenen zwölf Monaten um 25 Prozent gedrückt habe und zum Euro sogar um 34 Prozent. Damit habe sich die Wettbewerbssituation exportstarker Unternehmen deutlich verbessert. Im Laufe der Woche berichten in Japan Unternehmensschwergewichte wie Toyota Motor, Honda Motor, Sony und Softbank.

Zu den größeren Verlierern am Aktienmarkt gehören zum Wochenstart Toshiba und Japan Tobacco mit Verlusten um 5 Prozent. JFE Holdings geben um knapp 6 Prozent nach, nachdem das Stahlunternehmen einen enttäuschenden Gewinnausblick abgegeben hat. Kobe Steel schnellen dagegen um 4,8 Prozent nach oben. Hier ist der Ausblick besser ausgefallen als vom Markt erwartet.

Ein Bericht über eine angebliche Schließung eines Chipwerkes drückt den Kurs von Renesas Electronics um 6,5 Prozent. Unter Druck stehen auch Nomura Holdings. Die Aktie des Finanzinstituts verliert in dem negativen Umfeld rund 4 Prozent, obwohl Nomura einen starken Gewinnanstieg gemeldet hat. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie allerdings auch über 50 Prozent im Plus.

Über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen beflügeln unterdessen den Kurs des Maschinenbauers Fanuc, der um fast 4 Prozent anzieht.

In China machen Konjunktursorgen die Runde und drücken auf die Kurse. Neuesten Daten zufolge sind die Gewinne der chinesischen Industrie im Juni zum Vorjahr um 6,3 Prozent gestiegen, nachdem der Anstieg im Monat zuvor noch bei 15,5 Prozent gelegen hatte, wie Bloomberg berichtet. Nach Einschätzung von Dariusz Kowalczyk von der Credit Agricole passt dies ins Bild einer sich abschwächenden Dynamik der chinesischen Konjunktur. Allerdings dürfte dies auch die Politik auf den Plan rufen, die für 2013 ein BIP-Wachstum von 7,5 Prozent ausgegeben hat. Je schwächer die Daten jetzt seien, desto stärker dürfte die Reaktion der Politik ausfallen, glaubt Kowalczyk. Zu den Verlierern in Schanghai gehören besonders Aktien von Banken und Immobilienunternehmen.

Wenig tut sich an den Börsen in Seoul und Sydney. Rio Tinto legen leicht zu, nachdem der Minenbetreiber mitgeteilt hat, seinen 80-Prozent-Anteil an einer Kupfer- und Goldmine in Australien für 820 Millionen US-Dollar an China Molybdenum zu verkaufen. Co. Die Mine sei nicht groß genug und passe daher nicht mehr zur Strategie des Unternehmens, begründete der Bergbauriese den Verkauf. Evolution Mining verlieren unterdessen 4,2 Prozent. Der Goldproduzent plant nach dem Preisverfall beim Gold in den vergangenen Monaten Abschreibungen auf seine Vermögenswerte.

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INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
aktuell                                             (MESZ) 
S&P/ASX 200 (Sydney)             5.041,30   -0,01%  08:00 
Nikkei-225 (Tokio)              13.817,92   -2,21%  08:00 
Kospi (Seoul)                    1.903,64   -0,38%  08:00 
Shanghai-Composite (Schanghai)   1.979,38   -1,59%  09:00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      21.843,60   -0,57%  10:00 
Straits-Times (Singapur)         3.225,04   -0,34%  11:00 
KLCI (Malaysia)                  1.800,74   -0,38%  11:00 
 
DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Fr, 12.24 Uhr 
EUR/USD     1,3278  -0,0%     1,3279         1,3275 
EUR/JPY   129,9482  -0,5%   130,5603       130,8499 
USD/JPY    97,8670  -0,4%    98,3025        98,5750 
USD/KRW  1109,6500  -0,3%  1113,2100      1111,8800 
USD/CNY     6,1312  -0,0%     6,1317         6,1317 
AUD/USD     0,9257  +0,0%     0,9257         0,9276 
=== 
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com 
DJG/DJN/gos/cln 
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(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 29, 2013 01:03 ET (05:03 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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