(Korrigiert wurde die Überschrift. Timotheus Höttges ist künftiger Vorstandschef der Telekom rpt künftiger Vorstandschef der Telekom.)
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im Streit um die Tempo-Drosselung beim
Festnetz-Internet rudert die Telekom
Außerdem, so Höttges, sei wegen der Volumengrenzen mit einer Wechselwelle der Kunden hin zu schnelleren Anschlüssen zu rechnen: "Künftig werden deutlich mehr Kunden schnellere Anschlüsse mit 50 oder 100 Megabit/Sekunde buchen - und die erhalten ja dann sowieso höhere Datenvolumen inklusive", sagte Höttges.
Zur künftigen Zusammenarbeit mit Anbietern von Internet-Inhalten
sagten Höttges und der derzeitige Vorstandschef Rene Obermann, dass
die Telekom vor allem "Kooperationen gerade mit kleinen und
innovativen Unternehmen" anstrebe: "Start-ups und ihre Ideen machen
unser Angebot attraktiv", sagte Obermann. Großkundenrabatte für
Internetgiganten wie Google
Die Telekom hat für Neukunden oder Tarifwechsler, die seit dem 2. Mai einen Vertrag abgeschlossen haben, eine Volumenbegrenzung beim Internet-Datenverkehr angekündigt. Sie soll ab 2016 greifen. Ist die Grenze überschritten, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt. Bislang will das Unternehmen jedoch eigene Angebote wie den Videodienst "Entertain" davon ausnehmen. Genau darin sehen Kritiker einen Verstoß gegen die Netzneutralität. Bundeswirtschaftsministe r Philipp Rösler plant einem Pressebericht zufolge nun einen Verordnungsentwurf, wonach Netzbetreiber eigene und fremde Inhalte grundsätzlich nicht bevorzugt übermitteln dürfen.
Obermann und Höttges griffen die deutsche Politik wegen deren Kritik an der Telekom an. Viele Politiker würden "lieber Google und Co. statt die heimischen Netzbetreiber" fördern, sagte Obermann. Es sei "widersprüchlich populistisch" von der Telekom neue Investitionen zu fordern, ihr aber dafür nötige höhere Einnahmen zu verweigern. Das sei "Wahlkampf auf dem Rücken" des Unternehmens, so Höttges./fn/men/fbr
ISIN US38259P5089 DE0005557508
AXC0014 2013-06-19/08:10
