Die Deutsche Bank
Die kalifornische Metropole hatte in der seit zwei Jahren andauernden Auseinandersetzung der Bank vorgeworfen, sie habe gepfändete Wohnhäuser säumiger Schuldner verwahrlosen lassen. Zudem sollen die mittellosen Bewohner drangsaliert oder sogar widerrechtlich vertrieben worden sein, um die Häuser weiterverkaufen zu können. Ganze Gegenden seien dadurch verkommen. Auch die Kriminalität habe zugenommen. Die Anwälte der Kommune bezeichneten die Bank als "einen der größten Slumlords der Stadt Los Angeles". So werden in den USA die Besitzer abbruchreifer Häuser bezeichnet.
Die Bank sah sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Sie sei der falsche Adressat für die Klage. Mit den eigentlichen Zwangsvollstreckungen und der Verwaltung der gepfändeten Häuser habe die Deutsche Bank nichts zu tun, betonten die Frankfurter seit Bekanntwerden der Klage. Das Institut trete lediglich als Treuhänder für Investoren auf. Es sorge in dieser Rolle nur dafür, dass die einzelnen Anleger ihr Geld bekommen.
Die Stadt hatte im Mai 2011 gegen die Deutsche Bank Klage eingereicht. Im April dieses Jahres verwarf das zuständige Gericht den Antrag des Instituts, die Klage abzuweisen./enl/zb/kja
ISIN DE0005140008
AXC0041 2013-06-19/09:39
