Um 30 Prozent ist der Kurs von Solarworld wegen der Spekulation um einen Einstieg von Katar gesprungen. Ob dies der Befreiungsschlag ist, der ein Investment rechtfertigt, ist jedoch sehr zweifelhaft.
"Der Preisverfall bei den Modulen wird noch weitergehen", ist Werner Dörrbecker von Osiris Investment und Kenner vieler Solarprojekte überzeugt, "Es bleibt auch nach dem Schuldenschnitt für Solarworld höchst unsicher." Dörrbecker sieht bei Solar-Modul-Anbieter generell keine guten Argumente zu investieren. "Bei Ausrüster sieht es anders aus", so der Experte, "hier kann es im Einzelfall wie bei SMA Solar mit hohem Auslandsanteil wieder interessant sein. Wegen der Einspeisevergütungen empfiehlt er eher unternehmerische Beteiligungen an Solarprojekten: "Machen Sie wie die Versicherungen, die langfristig sichere Renditen nutzen möchten." Allerdings rät er zurzeit von neuen deutschen Projekten ab: "Kein Mensch weiß, ob die Förderung nach der Bundestagswahl im Herbst noch steht." Zwar gebe es Bestandsschutz für Anlagen in Betrieb, aber die Förderung neuer Anlagen im Bau sei völlig offen. Seine Empfehlung: "Frankreich bietet zurzeit die besten Bedinungen, Rechtssicherheit und ausreichende Flächen." Renditen von bis zu fünf Prozent seien so langfristig zu erzielen.
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