Von Hendrik Varnholt
Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter hat sich mit Arbeitnehmervertretern auf den Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen an seinem Standort Peine geeinigt. Ein mit der IG Metall und dem Betriebsrat ausgehandeltes Sanierungskonzept sieht im Gegenzug den Erhalt des verlustträchtigen Produktionsstandorts mit bislang rund 1.100 Mitarbeitern vor, wie ein Salzgitter-Sprecher am Montag dem Wall Street Journal Deutschland sagte.
Die Salzgitter AG steht unter Veränderungsdruck, weil der Konzern wegen der anhaltenden europäischen Stahlkrise kein Geld mehr verdient: Seit Jahresbeginn musste Deutschlands zweitgrößter Stahlproduzent zweimal die eigene Ergebnisprognose kappen. Als größter Verlustbringer des Konzerns gilt das Werk im niedersächsischen Peine.
Der Stahlhersteller will mit einem "Salzgitter 2015" genannten Restrukturierungsprogramm aber auch in anderen Unternehmensteilen die Kosten um insgesamt rund 200 Millionen Euro senken. Salzgitter plant im Rahmen des Sparprogramms nach früheren Angaben den Abbau von mindestens 1.500 seiner bislang rund 25.000 Stellen. Auch dafür hat der Konzern nun die Voraussetzungen geschaffen: In den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern habe sich die Salzgitter AG auch über einen "Zukunftsvertrag" geeinigt, sagte der Unternehmenssprecher. Mit der Vereinbarung hätten die Verhandlungspartner etwa Altersteilzeit- und Abfindungsregelungen festgezurrt.
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September 16, 2013 09:54 ET (13:54 GMT)
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