Die Ratingagentur Moody's hat ihren Ausblick für den Spezialchemiekonzern Lanxess auf negativ gesenkt. Moody's Investors Service erwarte jetzt eine langsamere Erholung der Gewinne, die zudem von einer niedrigeren Basis ausgehe, wenn man von Lanxess' konkretisiertem Ausblick auf das laufende Jahr und dem anhaltenden Preisdruck bei Kautschukprodukten ausgehe. Damit stehe die aktuelle Bonitätsnote Baa2, die die Agentur am Mittwoch bestätigte, in den kommenden 12 bis 18 Monaten auf wackeligen Füßen. Zudem sei die Fähigkeit zum Schuldenabbau durch die für die Jahre 2014 und 2015 geplanten Investitionen begrenzt.
Lanxess hatte bei der Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche auch das Gewinnziel für 2014 kassiert: Wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche sie das Ziel eines operativen Gewinns (EBITDA) vor Sondereinflüssen von 1,4 Milliarden Euro nicht mehr erreichbar. Die Prognose für das laufende Jahr konkretisierte der Leverkusener Konzern und erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von 700 bis 800 Millionen Euro an. Im Mai hatte Lanxess hier schlicht unter 1 Milliarde Euro angekündigt.
Ende Juni hatte schon Standard & Poor's (S&P) ihre Bonitätsnote BBB für Lanxess auf den Prüfstand gestellt. Zur Begründung verwies S&P auf die anhaltend schwache Nachfrage, insbesondere in der europäischen Automobil- und Reifenindustrie, sowie die Wirtschaftsflaute in Europa.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/sha/brb
(END) Dow Jones Newswires
August 14, 2013 06:54 ET (10:54 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
