Die Koalition sieht im kleinen Parteitag der SPD, der ein paar Tage nach der Bundestagswahl am 22. September stattfinden soll, eine "Weichenstellung" für Rot-Rot-Grün. "Offensichtlich ist es Ziel der SPD-Führung, zwei Tage nach der Wahl mit einem Parteikonvent eine rot-grüne-dunkelrote Regierung auf den Weg zu bringen", sagte der Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Meister, "Handelsblatt-Online".
"Wir kämpfen für die erfolgreiche Fortsetzung der christlich-liberalen Koalition", erklärte er weiter. Auch der Generalsekretär der FDP, Patrick Döring, wertet den geplanten "kleinen Parteitag" als Bestätigung dafür, dass die SPD den Glauben an Rot-Grün verloren habe. "Jetzt sucht die SPD einen Weg, gesichtswahrend Rot-Rot-Grün oder eine Große Koalition machen zu können", sagte Döring "Handelsblatt-Online". Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, reagierte hingegen gelassen auf die SPD-Pläne: "Die Konvent-Überlegungen sind kein Ausdruck von Defätismus, sondern von Staatsverantwortung", sagte Palmer "Handelsblatt-Online".
"Die vermisse ich allerdings bei der FDP, wenn sie eine Ampel formell ausschließen will", so Palmer weiter.
