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Dow Jones News
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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

MÄRKTE AKTUELL (18.15 Uhr)

INDEX                  Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50       2.683,98   -0,63% 
Stoxx-50            2.657,51   -0,17% 
DAX                 8.197,08   -0,39% 
FTSE                6.348,82   -0,40% 
CAC                 3.839,34   -0,55% 
DJIA               15.302,18   -0,10% 
S&P-500             1.649,19   -0,16% 
Nasdaq-Comp.        3.476,51   -0,16% 
Nasdaq-100          2.992,68   -0,11% 
Nikkei-225         13.245,22   +1,83% 
EUREX                  Stand  +-Ticks 
Bund-Future           143,48      +13 
 
 

FINANZMARKT USA

Am Mittwochabend wird die Welt vielleicht endlich Genaueres dazu erfahren, wann die US-Notenbank ihre geldpolitischen Lockerungen zurückfahren wird. Um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird die Federal Reserve das Ergebnis ihrer Zinssitzung veröffentlichen. Im Anschluss gibt Fed-Chairman Ben Bernanke eine Pressekonferenz. Davor dürfte nichts die Anleger ablenken. Weder stehen wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, noch gibt es bedeutende Unternehmensereignisse. Bergab geht es an der Wall Street für die Aktien von Sprint Nextel. Im Bieterstreit um den drittgrößten US-Mobilfunkbetreiber hat sich der Satellitenfernseh-Konzern Dish Network zurückgezogen und ebnet damit den Weg für eine Übernahme von Sprint durch den japanischen Telekomkonzern Softbank. Sprint Nextel verlieren daraufhin 2,9 Prozent, Dish Network gewinnen 2,3 Prozent. Tesla legen 2 Prozent zu. Der US-Elektroauto-Hersteller will ein System zum schnellen Wechsel der Batterien vorstellen. Eine Rückrufaktion des Konzern wird am Markt weitgehend ignoriert. Ausblick und Quartalszahlen von Adobe bescheren der Aktie ein Plus von 6,7 Prozent. Auf bereinigter Basis hat der Konzern im zweiten Quartal trotz eines Gewinneinbruchs die Erwartungen des Marktes übertroffen. Zudem wächst die Zahl der Kunden des Unternehmens kräftig. Zusätzlich gestützt wurde der Kurs von einer Hochstufung der Bank of America-Merrill Lynch auf Buy von Neutral.

AUSBLICK KONJUNKTUR +

- US 
  20:00 Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC), 
        Ergebnis der Sitzung, 20:30 PK mit Fed-Chairman 
        Bernanke, Washington 
        Fed-Funds-Zielsatz 
        PROGNOSE: 0,00% bis 0,25% 
        zuvor:    0,00% bis 0,25% 
 
  20:00 Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC), 
        Projektionen zu Zinsen, Wachstum, Inflation und 
        Arbeitslosenquote 
 
 

FINANZMÄRKTE EUROPA

Im Vorfeld der Bekanntgabe der Ergebnisse der US-Notenbanksitzung sind Europas Börsen in einem sehr nervösen und schwankungsanfälligen Geschäft unter Abgabedruck geraten. Die Anleger erhoffen sich von Fed-Präsident Ben Bernanke Hinweise darauf, ob die Federal Reserve angesichts der sich erholenden US-Wirtschaft schon bald ihre Wertpapierkäufe von monatlich 85 Milliarden Dollar drosseln wird. Die Liquiditätsschwemme der US-Notenbank war einer der Haupttreiber an den Finanzmärkten in den vergangenen Jahren. Die Aussicht auf zukünftig weniger Liquidität hat in den vergangenen Wochen für erhebliche Unsicherheiten an den Börsen gesorgt und einen Anstieg der Marktzinsen an den Anleihemärkten ausgelöst. Für Aufsehen sorgte der chinesische Telekomausrüster Huawei. Am Vorabend sinnierte dessen Topmanager Richard Yu über eine Übernahme von Nokia. An der Wall Street zog der Kurs daraufhin in der Spitze um 12 Prozent an. Anschließend ruderte Huawei zurück, man habe keine Pläne für einen Kauf der Finnen. Analysten halten eine Übernahme von Nokia für wenig wahrscheinlich. Ein Zusammenschluss hätte sicher einige Vorzüge, so die Credit Suisse. Allerdings gäbe es auch einige Hürden zu überwinden - darunter kartellrechtliche. Nokia Siemens Network würde gemeinsam mit Huawei mehr als 30 Prozent der weltweiten Mobilfunkinfrastruktur auf sich vereinen. Die Analysten sehen auch finanzielle Hindernisse. Nokia-Papiere stiegen dennoch 3,4 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Mi, 8.28 Uhr  Di, 17.34 Uhr 
EUR/USD    1,3406   0,08%        1,3396         1,3409 
EUR/JPY  127,6521   0,19%      127,4099       127,9593 
EUR/CHF    1,2320   0,08%        1,2310         1,2318 
USD/JPY   95,2120   0,19%       95,0280        95,4540 
GBP/USD    1,5660   0,07%        1,5649         1,5629 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Mit uneinheitlichen Vorzeichen haben sich zur Wochenmitte die Aktienindizes an den asiatischen Börsen im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank gezeigt. Weiterhin wurden die Märkte von der Zurückhaltung und der Frage dominiert, ob es konkretere Hinweise auf ein mögliches Ende der quantitativen Lockerungen geben wird. Dass ein Ende der monatlichen Anleihekäufe durch die Federal Reserve ansteht, ist mittlerweile unstrittig. Einzig Zeitpunkt und Vorgehensweise sind weiterhin unklar. In Tokio sorgten Gelegenheitskäufe für steigende Kurse. Der zwischenzeitliche Anstieg des Dollar über 95 Yen stützte ebenfalls. Doch der Dollar konnte das Niveau nicht behaupten und fiel wieder zurück. Die Zurückhaltung vor den Aussagen der US-Notenbank sei erneut groß gewesen. Vor allem ausländische Anleger, die sonst zwei Drittel des Umsatzes ausmachten, seien dem Markt fern geblieben, hieß es von einem Händler. Bei den Einzelwerten standen Softbank im Fokus, für die es 4,2 Prozent nach oben ging. Im Bieterstreit um den drittgrößten US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel zieht sich Dish Network zurück und ebnet damit den Weg für eine Übernahme durch Softbank. An den Börsen in China standen die Börsenampeln dagegen auf rot. Weiterhin belasteten die Konjunktursorgen in China das Sentiment. An der Börse in Seoul ging es für den Kospi 0,7 Prozent nach unten. Hier wurde auf die Zurückhaltung vor dem Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank und verstärkte Verkäufe ausländischer Investoren verwiesen. Die Börse in Sydney stieg auf das höchste Niveau seit zwei Wochen. Händler verwiesen auf die höheren Rohstoffpreise. Dies habe den Energie- und Rohstofftiteln zu Aufschlägen verholfen. Die Rohstoffwerte legten zwischen 0,9 und 2,4 Prozent zu. Der Ölpreis für ein Barrel der Sorte WTI war am Vortag zum Settlement mit 98,44 Dollar auf den höchsten Stand seit neun Monaten geklettert. Dieses Niveau baute er im asiatischen Handel noch aus und stieg auf 98,77 Dollar.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

Commerzbank bestätigt Abbau von 5.200 Stellen

Die Commerzbank hat den Abbau von 5.200 Stellen im Konzern bestätigt. Von den Kürzungen sind in Deutschland 3.900 Vollzeitstellen betroffen, von denen rund 1.800 das Privatkundengeschäft betreffen. Auf betriebsbedingte Kündigungen will sie bis 2016 verzichten, wie Personalvorstand Ulrich Sieber sagte. Per Ende März hatte die zweitgrößte Bank des Landes noch 45.000 Vollzeitstellen.

Deutsche Bank schließt Vergleich in Slumlord-Streit in L.A.

Die Deutsche Bank ist im Streit mit der Stadt Los Angeles wegen der Verwahrlosung ganzer Wohngegenden günstig davongekommen. Als Treuhänder sei die Deutsche Bank verpflichtet für Reperaturen und andere Instandhaltungsarbeiten zu bezahlen, meinte die Stadt.

Moody's könnte Kion nach erfolgreichen IPO heraufstufen

Der Gabelstaplerhersteller Kion könnte für ein erfolgreiches Börsendebüt mit besseren Bonitätsnoten belohnt werden. Die Ratingagentur Moody's stellte Kion eine Anhebung der langfristigen Bonitätsnote um bis zu drei Stufen auf Ba3 in Aussicht, wenn der IPO wie geplant über die Bühne geht.

EU belegt Pharmafirmen mit Bußgeldern wegen Antidepressiva-Kartell

Mehrere Pharmafirmen haben nach EU-Erkenntnissen gemeinsam jahrelang die Einführung preiswerter Medikamente gegen Depressionen verhindert. Die EU-Kommission verhängte darum millionenschwere Bußgelder, wie sie am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

EU durchsucht Frachtzug-Betreiber wegen Kartellverdacht

Die EU-Kartelaufsicht hat am Mittwoch Frachtunternehmen in mehreren Mitgliedsstaaten wegen des Verdachts von Preisabsprachen durchsucht. Die betroffenen Unternehmen betreiben Frachtzüge nach Südosteuropa, wie die Europäische Kommission mitteilte. Namen wurden nicht genannt. Es bestehe Grund zu der Annahme, dass die Unternehmen das europäische Kartellrecht und Preisfestsetzungsregelungen verletzt haben.

FedEx übertrifft im Schlussquartal die Markterwartungen

Der US-Logistikkonzern FedEx hat in seinem vierten Geschäftsquartal erste Früchte seiner Restrukturierung geerntet. Zwar drücken Restrukturierungskosten und Abschreibungen den Gewinn um fast die Hälfte. Bereinigt um diese Effekte verdiente FedEx unter dem Strich aber gut 7 Prozent mehr und lag damit über den Prognosen der Analysten.

DJG/raz

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2013 12:17 ET (16:17 GMT)

Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.

© 2013 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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